Es war vorauszusehen, dass der Nachfolge-Roman der Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger wieder ein Erfolg werden würde. Hummerjahre steht schon auf der Spiegel Bestsellerliste. Und der Roman um die drei Frauen Mina (47), Juli (73) und Judith (75) beschert nicht nur ein Wiedersehen mit Eagle Island an der Küste von Maine und ein Wiedersehen mit den Hummerfrauen. Mit Luca, Minas Tochter, kommt auch eine junge Frau dazu, die das Leben noch vor sich hat und sich unter dem Hummerfischern wohl fühlt. Magie der Insel Es ist eine ganz eigene Welt, von der Beatrix Gerstberger erzählt. Wo sonst könnte man sich vorstellen, dass ein blauer Hummer nicht nur die Rolle eines Haustiers einnimmt, sondern auch ob seiner prophetischen Eigenschaften geschätzt wird? Beatrix Gerstberger ist spürbar fasziniert von der Magie der Insel und von ihren eigenwilligen Bewohnern und Bewohnerinnen. Und sie erzählt in Hummerjahre nicht nur von selbstbewussten Frauen, die sich nach Schicksalsschlägen wieder aufrappeln. Sie erzählt in einer sinnlichen Sprache auch von Liebe, Leidenschaft und Tod, von Erinnerungen und Zukunftshoffnungen – und von der Macht des Meeres. Rückkehr in die Vergangenheit Richard hat Krebs, unheilbar, im Ferienhaus will er noch einmal aufleben, aus alten Erinnerungen Zuversicht saugen. Seine Frau Judith kann sich…
Sylvain Tesson ist Schriftsteller, Geograf und passionierter Reisender. In seinem neuen Buch „Die Säulen des Meeres. Eine Reise zu den letzten unberührten Orten der Welt“ lotet der Bestsellerautor Refugien der Unberührtheit im Meer aus: „Schon lange suche ich nach Orten auf der Welt, wo sich die ewige Heimat der Kindheit und die Verweigerung der modernen Einengungen begegnen“, schreibt er. Seine Reise führt ihn in alle Richtungen dieser Welt – vom französischen Étretat zu den Marquesas, von den Orkneys bis zu den Osterinseln. Reliquien des Gewesenen Zusammen mit Freunden erkletterte er über Jahre Brandungspfeiler, „von den Steilklippen abgetrennte Erker des Meeres“, „die Reliquie des Gewesenen“. Diese Felsnadeln sind ganz unterschiedlich beschaffen – aus Sandstein, Marmor, Lava, Granit. Manche nicht höher als zwölf Meter, andere ragen 150 Meter in den Himmel. Namenlos sind die meisten, einige jedoch gelten als heilig und verlangen nicht nur Respekt, sondern Ehrfurcht. „Unsere Besteigungen sind Liebeserklärungen an den Geist der Erde“, rechtfertigt Sylvain Tesson seine Unternehmungen. Der Akt der Namensgebung „Die Welt ist voller Endstationen“, stellen die Abenteurer fest. Wenn sie einen Pfeiler benennen, wollen sie eine Aussage machen. Shani Louk nennen sie eine Meeressäule im irischen Kerry, nach der jungen Jüdin, die Hamas-Terroristen am 7. Oktober…
Santa Chionia, ein Bergdorf am Ende der Welt, hoch über den Schluchten des Aspromonte. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, die Armut ist auch in den 1960iger Jahren noch bedrückend. So empfindet es jedenfalls die junge Italo-Amerikanerin Francesca Loftfield, die ausgerechnet in diesem abgelegenen Dorf im Auftrag einer Hilfsorganisation einen Kindergarten einrichten soll. Archaische Welt Wie ihre Ich-Erzählerin kommt auch die New Yorkerin Juliet Grames aus einer italienisch-amerikanischen Familie. Schon in ihrem hoch gelobten Debüt „Die sieben oder acht Leben der Stella fortuna“ beschäftigte sie sich mit der Familiengeschichte und den kalabrischen Wurzeln. In ihrem neuen Roman „Die Verlorenen von Santa Chionia“ konfrontiert Grames die Lesenden mit einer archaischen Welt, in der jede mit jedem verwandt ist und mafiöse Strukturen jeden Fortschritt zu verhindern wissen. Auch Francescas gut gemeintes Projekt wird daran scheitern. Rätsel um ein Skelett Es beginnt schon mit einem Menetekel. Kurz nach ihrer Ankunft reißt eine Sturzflut eine Brücke und das Postamt des Ortes mit sich und legt dabei ein menschliches Skelett frei. Francescas Neugier ist geweckt. Wer ist der Tote, fragt sie sich. Und nachdem zwei Frauen sie mit dem Verschwinden ihrer männlichen Angehörigen konfrontiert haben, ist sie entschlossen, das Rätsel zu lösen. Gebot…
Die große Hitze scheint vorbei. Der Regen hat Abkühlung gebracht. Das ist gut, wenn man wandern will. Und Deutschland ist ein wanderbares Land – besonders im Spätsommer und im Herbst. DuMont bündelt 18 entspannte Wander-Wochenenden in Nord und Süd, in Ost und West. Sie alle sind für jeweils zwei Tage konzipiert, aber jedes Wander-Wochenende ist einzigartig. Kurzweil und Pausen Ganz gleich ob es durch die Lüneburger Heide geht, durchs Münsterland oder durchs Voralpenland. Immer ist reichlich Zeit für Entdeckungen am Wegrand, für genussvolle Pausen und spannende Begegnungen. Bei vielen Wanderungen laden Seen oder Bäche zur Abkühlung, Museen erzählen Geschichte, Felsen und Steige bieten Herausforderungen. Das alles lässt sich locker in die Wanderungen einbauen ebenso wie erholsame Pausen bei Picknick oder Einkehr. Denn die Wanderungen, die meiste an Bushaltestellen beginnen und enden, sind selten länger als zwölf Kilometer. Kraxeleien und Klettereinlagen Manche sind Rundtouren und führen wieder zum Ausgangspunkt zurück wie die Wanderungen durch die Bayerischen Voralpen durchs Leitzachtal. Da sind auch kleine Kraxeleien mit drin, schließlich ist man in den Bergen – und da können zehn Wanderkilometer schon mal vier Stunden und länger dauern. Mit Klettereinlagen muss man auch in der Sächsischen Schweiz rechnen – in der Wilden Hölle des…