Helme Heine hat schon immer zu meinen Lieblingsautoren gehört. Die Fünf Freunde wurden auch meine Freunde ebenso wie Prinz Bär oder Mullewapp. Ich habe auch sein Neuseeland-Buch gern gelesen. Und wenn ich jetzt durch dieses zauberhafte Bilderbuch über das kleine Igelmädchen Pieks blättere, dann trauere ich um diesen feinfühligen Künstler, der soviel Freude geschenkt hat.
Wehrhafte Stacheln
Helme Heines Herz schlug immer für die Kleinen, die man leicht übersehen konnte. Er machte sie stark und mutig – wie Pieks. Auch wenn es klein ist, hat das Igelmädchen vor niemandem Angst. Denn seine Stacheln schützten es. Aber dann beraubt ein Auto es seiner wehrhaften Stacheln – bis auf einen einzelnen.
Leichte Beute
Nackt und hilflos sucht Pieks Rat bei den anderen Tieren. Wie soll sie sich denn künftig gegen die großen Tiere behaupten so ganz ohne Stacheln? Die Ratschläge sind denn auch eher untauglich. Und so wird die kleine Pieks zur leichten Beute für den Fuchs. Es gelingt ihr zwar, den hungrigen Räuber mit Geschichten über ihre verlorenen Stacheln einzulullen und zu fliehen.
Auch als der Fuchs sie fast eingeholt hat, kann Pieks ihm entwischen. Doch dann muss sie eine schwere Entscheidung treffen. Denn der Räuber hat sich ein Baby gegriffen – und Pieks allein kann es retten. Aber nur, indem sie ihren einzigen Stachel opfert.
Die Heldin
So wächst die kleine Pieks über sich hinaus, wird zur großen Heldin: „Ihr seht“, sagte sie, „alles, was man im Leben braucht, ist Mut und ein bisschen Fantasie.“ Nicht zu vergessen: die Bereitschaft, anderen zu helfen.
Info. Helme Heine. Pieks, Diogenes, 38 S., 20 Euro, ab vier
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