Ferienzeit ist auch Lesezeit. Da kommt Ingo Schulze mit seiner lustigen Geschichte über „Die Kuh Ute in den Bergen“ gerade recht. Zwar hat Utes Freundin Franziska festgestellt, dass es für Kühe keine Ferien gäbe und Kühe erst recht nicht in den Urlaub fahren würden. Aber Ute bleibt hartnäckig.
Sie will in die Berge, dahin, wo es viele Kühe gibt. Und sie will ein „Glöckchen“ haben, wie es die Kühe in den Bergen tragen. Weil die Kuh Ute so überzeugend ist, gibt Franziska nach. Und so reist man mit der braun-weiß gefleckten Kuh und ihrer Freundin Fransziska in die Berge, begleitet sie im Lift und in den Stall, wo sie auch gleich das ersehnte „Glöckchen“ um den Hals bekommt.
Im Salto bergab
Aber was ist das? Es bongt und klongt, sobald sie sich bewegt – und dann sind die Weiden auch noch schief und die anderen Kühe lachen sie aus. Am liebsten würde die Kuh Ute mit ihrer Freundin gleich wieder abreisen. Aber dann entdeckt sie das Abenteuer eines Aufstiegs und die tolle Aussicht auf dem Gipfel. Sensationell, denn „noch nie hatte eine Kuh diesen Berg erklommen“. Schon da wollen alle Menschen mit der Kuh aufs Foto. Als sich Ute dann beim anstrengenden Abstieg mit ihren Saltos so richtig in Szene setzt, ist ihr der Applaus sicher.
Ja mit ihrer Artistik schafft sie es sogar in die örtliche Zeitung! Allerdings plagt sie auch ein ordentlicher Muskelkater. Dafür darf sie die Bong-Klong-Glocke mit einem Ehren-Glöckchen des Tourismusvereins tauschen – vom Bürgermeister persönlich verliehen. Also nächstes Jahr wieder in die Berge?
Super ins Szene gesetzt
Die Kuh Ute von Ingo Schulze ist eine Ausnahmekuh – emanzipiert, durchsetzungsstark und sportlich. Hanna Zeckau hat die abenteuerlustige Kuh so gekonnt in Szene gesetzt, dass man sich gar nicht sattsehen kann an ihren Eskapaden. Ein Ferien-Bilderbuch zum vor- und Selberlesen ab 5 Jahren.
Info. Ingo Schulze/Hanna Zeckau. Die Kuh Ute in den Bergen, Tulipan, 32 S.. 16 Euro
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