Die Olchis sind klein, grün und schmuddelig. Oma,  Opa, Papa, Mama und die drei Kinder leben auf der Müllkippe von Schmuddelfing. Da finden sie alles, was sie mögen und gern essen. Schuhsohlen, Stinkerbrühe, Sockensuppe, Schlammsauce… Das Sams sieht mit seinen Froschfüßen und der Rüsselnase zwar auch anders aus als „normale“ Kinder und es isst auch mal Stuhlbeine. Am liebsten aber mag es Würtchen mit viel Senf. Doppelter Spaß Aber wie kommen d...

Bald sind Ferien, dann geht es für viele Familien auf Urlaubsreise. Zum Beispiel nach Italien. Und da gibt es auch für die Kinder viel zu sehen, etwa in Rom. Mit dem Comic „Mythen, Götter und Gladiatoren im Alten Rom“ können sie auf Zeitreise gehen und bekommen dabei ganz nebenbei eine Menge spannender Einblicke in die Welt der römischen Götter oder in die Schöpfungsgeschichte. Verrückte Kaiser Die Graphic Novel vom englischen Kinderbuchautor ...

Natürlich gehört Beckenbauers Bolzplatz in München Giesing zu den Verrückten Fußball-Orten, die Marco Polo in der Reihe „Guck mal“ vorstellt. Ebenso wie das Fritz Walter Stadion in Kaiserslautern, das Maracanã-Stadion in Rio oder die Maradona Murals in Neapel. Legendäre Orte. Und im Jahr der Fußball-WM, die vom 11. Juni bis zum 17. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, ist das Interesse der Fans an Fußballorten natürlich besonders gr...

In seinem dritten Roman „Bis die Bären tanzen“ greift der Schweizer Autor Michael Hugentobler auch auf die eigene Familiengeschichte zurück. Im Roman geht es um vier Geschwister, die es in der Zwischenkriegszeit in die halbe Welt verschlägt – von der Schweiz und Nazideutschland bis nach Brasilien und Australien. Sie heißen Belle, Elfie, Cob und Anne und ihr Leben ist so unterschiedlich wie ihr Charakter. Die Hüterin der Geheimnisse Belle...

Reisen wird teurer, die durch die Decke gehenden Flugpreise sind Gift für Fernreisen. Dann doch lieber Europa. Auch hier gibt‘s viel zu sehen – und das in kurzer Zeit. 52 Ziele in Europa, gegliedert nach den Jahreszeiten, stellt der Band „Have a happy weekend“ vor. Und macht schon mit den Fotos Appetit auf neue Erfahrungen. Gleich zu Beginn präsentieren sich Budapest, Edinburgh und Innsbruck von ihrer Sonnenseite. In der Hauptsache Städte Die ...

Indonesien als Alptraum
Rezensionen / 27. März 2018

„Schönheit ist eine Wunde“ ist grausam und großartig, fantastisch und unbegreiflich. Ein Roman wie ein Alptraum. Der Autor Eka Kurniawan, geboren 1975 in Westjava, ist Romancier, Drehbuchautor, Blogger und Comic-Zeichner. Tatsächlich hat der Roman über fünf indonesische Frauenschicksale viel von einem – stark überzeichneten – Comic. Das Buch wimmelt von extremen Persönlichkeiten, von drastischen Ereignissen, von unmenschlichen Aktion...

Ansteckende Dreck-Phobie
Rezensionen / 7. März 2018

Welcher Erwachsene würde sich nicht so ein Wunderding wie den Ratz-Fatz-x-weg 23 wünschen? Einen Staubsauger, der ratzfatz alles wegputzt? Aber das Ding hat eben auch seine Schattenseiten, und die bemerkt Laura zuerst. Sie und ihr kleiner Bruder Robert erkennen ihre Mutter kaum wieder. Die gute Frau Pittel mutiert innerhalb kürzester Zeit zum Putzteufel – bis zum Nervenzusammenbruch. Eigenartig, dass Gertis nervige Tante auch mit dem...

Feuerwerk und Naturschutz
Rezensionen / 7. März 2018

Man merkt gleich, dass hier eine Journalistin am Werk ist, eine, die gerne und gründlich recherchiert. Aber auch eine, die eine feste Meinung hat, vor allem wenn es um Tierschutz, Umwelt oder auch die neuesten digitalen Errungenschaften geht. Nicola Förg scheut sich nicht, in ihren Krimis aktuelle Probleme anzusprechen – ob es sich nun um giftige Gülle oder Welpenschmuggel handelt wie in den letzten Krimis oder um den Unsinn von Silv...

Fabelhafter Schelmenroman
Rezensionen / 7. März 2018

„Uns andere aber hört man dort, wo wir einst lebten, manchmal in den Bäumen. Man hört uns im Gras und im Grillenzirpen, man hört uns, wenn man den Kopf gegen das Astloch der alten Ulme legt, und zuweilen kommt es Kindern vor, als könnten sie unsere Gesichter im Wasser des Baches sehen. Unsere Kirche steht nicht mher, aber die Kiesel, die das Wasser rund und weiß geschliffen hat, sind noch dieselben, wie auch die Bäume dieselben sind....

Lust aufs Land
Rezensionen / 22. Februar 2018

„Vera ließ sich von seiner vernarbten Fassade und dem drangierten Reedach nicht täuschen: Das Haus moche angeschlagen sein, aber es würde hier noch stehen, wenn sie schln längst ihren Abgang durch die Brauttür gemacht hatte, Füße voran.“ Die Sehnsucht nach der heilen Welt Das alte Haus steht im Mittelpunkt von Dörte Hansens Roman „Altes Land“, der sich überraschend monatelange auf den Bestsellerlisten behauptete.  Der erste Hype ist ...

Eine Idee nimmt Gestalt an
Rezensionen / 22. Februar 2018

Gleich vorneweg. Wer diesen ersten Band von Haruki Murakami liest, kommt um die Fortsetzung nicht herum. Zu viele Erzählstränge sind noch offen, zu groß ist die Neugier, ob der Autor die Balance zwischen Ost und West, zwischen Realität und Magie aufrechterhalten kann. Murakami schlüpft in „Die Ermordung des Commendatore“ in die Figur eines minder begabten Malers, der im Haus eines Freundes Zuflucht findet, nachdem ihn seine Frau verl...

Road Movie für Heavy Metal Fans
Rezensionen / 21. Januar 2018

Das muss man dem Franzosen Grégoire Hervier schon lassen. Er versteht sein Handwerk und hat sein Thema gründlich recherchiert. Der Roman „Vintage“ dreht sich um Kult-Gitarren und lädt zu einer Zeitreise bis zu den Anfängen der Blues- und Rockmusik, die Hervier bis in die 1920er Jahre zurückdatiert. Das Ganze verpackt in eine kriminalistische Spurensuche, die den Helden, einen mäßig erfolgreichen Pariser Musikstudenten und Journaliste...

Vorbei gelebt
Rezensionen / 19. Januar 2018

„Vier Jahre am Fließband die Drehmaschine überwachen und weitere achtundzwanzig auf einem Gabelstapler – das bin ich… Ein Roboter, kein Mensch. Ein mechanischer Arm, kein Herz.“ Der Ich-Erzähler ist ein älterer Mann, der sein Leben verpasst hat – zuerst in der Fabrik, dann im Gefängnis. Wie es dazu kam, davon erzählt Marco Balzano in dem Roman „Das Leben wartet nicht“. Eine Kindheit in extremer Armut Alles beginnt Ende der Fünfziger ...

Die Verständnisvolle
Rezensionen / 19. Januar 2018

„Sie macht keine Mühe, am liebsten steht sie und schaut.“ Was die Mutter über die kleine Olga gesagt hat, könnte auch für die erwachsene und später die alte Olga gelten. Und doch ist diese scheinbar so angepasste Olga eine starke Frau, eine Frau, die sich durchsetzt gegen alle Widrigkeiten. Olga will nur ihren Herbert  Eine einzige große Liebe gibt es in ihrem Leben: Herbert, der Sohn des Gutsherrn. Die Verbindung ist aussichts...

Mit 30 in der Krise
Rezensionen / 13. Januar 2018

Irgendwie hat Barbara Kenneweg das mit der Midlife-Krise falsch verstanden. Die Generation Y ist noch lange nicht soweit. Oder doch? in ihrem Roman „Haus für eine Person“ nimmt sich die 46-Jährige der Generation Y an, verkörpert durch Rosa Lux. Die 31-Jährige leidet an ihrem Leben, sie hat sich von ihrem Freund getrennt und ist aufs Land gezogen. Die Nachbarschaft überfordert  Weg aus der Berliner Tristesse, zurück zur Natur, dahin w...