Pistenglück und Freeride-Spaß

15. Januar 2026

Sie sind allesamt gute, wenn nicht sehr gute, Skifahrer: Christoph Schrahe, Thomas Biersack und Stefan Herbke mögen es rasant und lieben auch die Herausforderung. Das prägt auch die Neuauflage ihrer „111 Skipisten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol, die man gefahren sein muss“.

Traumpisten für Könner

Viele Traumpisten für Kenner und Könner sind darunter wie die legendäre Kandahar in Crans Montana, deren Namen auf den britischen Feldmarschall Earl Roberts of Kandahar zurückgeht. Die Gletscherabfahrt Morteratsch bei St. Moritz, wo die spektakulären Eisskulpturen am Schwinden sind. Oder auch die Nebelhorn-Talabfahrt mit der schwarzen Piste im Zentrum.

Freeriden mit Standfestigkeit

Das ultimative Freeride-Erlebnis verspricht – allerdings nur nach Neuschnee – das Mittagstal an der Sella mit einer „furchterregenden Einfahrt. Auch die markierte Route Golden Power in Sportgastein fordert mit dem Steilhang „Golden Rush“ Standfestigkeit im Steilhang.

Mehr Genuss

Doch nicht alle müssen sich in Steilhänge stürzen: Selbst die gefürchtete Streif hat auch eine Familienabfahrt, die heikle Stellen umgeht. Und zu den schönsten Pistenvarianten am Gottesackerplateau des Ifen gehört die einfachste, die blaue Piste. Eher genussreich ist auch die neun Kilometer lange Armentarola-Abfahrt in den Dolomiten, die entlang gefrorener Wasserfälle und imposanter Felswände führt.

Ganz ohne Schnee

Auch jenseits der Alpen warten winterliche Erlebnisse, zum Beispiel am Hohen Arber, der als „Gletscher des Bayerischen Waldes“ gilt und wo die Bodenmaiser Tourenabfahrt von den Schneeverwehungen der Arbermandln begleitet wird.

Skifahren geht sogar auch ganz ohne Schnee – am Monte Kaolino in der Oberpfalz. 32 Millionen Tonnen weißer Quarzsand wurden hier aufgeschüttet. Die Abraumhalde lädt mit ihrer Sandpiste zum Sommerskifahren ein. Sie wird auch noch bestehen, wenn der zum Skifahren nötige Schnee in niedrigen Höhen ausbleibt. Denn, wie die Erfahrungen am oberbayerischen Jenner zeigen: Nicht immer garantieren Millioneninvestitionen auch eine erfolgreiche Winter-Zukunft.

Teures Pistenglück

Für die Autoren der 111 Skipisten ist das Skifahren trotzdem wie für Wolfgang Ambros „das Leiwandste“, ein berauschendes Glücksgefühl. Davon wollen sie auch die Lesenden überzeugen – in Wort und Bild und mit zusätzlichen Insider-Tipps. Die – immer teureren – Skipasspreise bleiben dabei allerdings außen vor.

Info. Christoph Schrahe, Thomas Biersack, Stefan Herbke. 111 Skipisten in Deutschland, der Schweiz, Österreich & Südtirol, die man gefahren sein muss, Emons, 240 S., 18,95 Euro

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