„Strandurlaub ist keine Reise im herkömmlichen Sinne: Wir wechseln einfach temporär unseren Wohnort,“ schreibt Stefan Maiwald in seinem Buch „Mein Leben am Strand“. Und: „Es ist kein Abklappern von Museen und Sehenswürdigkeiten, kein Selfie vor dem Schiefen Turm von Pisa oder den Niagarafällen.“ Für Maiwald, der den Sommer am liebsten auf einer Liege am Strand von Grado verbringt, ist „Reisen eine überschätzte, mit falscher Bedeutung konnotierte Tätigkeit“.
Alltag am Strand
Statt zu reisen beschäftigt sich Maiwald lieber mit dem Leben am Strand, mit den Menschen und ihrem Alltag. Mit Valentina und Ivano, Edo, Lara und Adriana, mit der Großfamilie nebenan und dem Cocobello-Mann. So ermöglicht er den Lesenden einen Blick hinter die Strandliegen – auf das wahre Leben. Und da tut sich so einiges: Liebesgeplänkel, Streitereien, ja sogar Kriminelles.
Menschen am Strand
Man erfährt auch so manche Hintergründe. Zum Beispiel, was Coco Chanel damit zu tun hatte, dass es plötzlich als schick galt, ans Meer zu fahren und sich zu sonnen. Oder dass der Bagnino keine Badeaufsicht ist, sondern ein „Strandabschnittsmanager“. Man liest diese sich an den vier Jahreszeiten orientierenden Betrachtungen mit einem Lächeln und – ja, das auch – einer wachsenden Sehnsucht nach Sonne und Strand.
Lust auf den Strand
Doch weil die meisten Deutschen nicht wie Stefan Maiwald am Meer wohnen, müssen sie doch wieder reisen, um dahin zu kommen, wo der Autor seinen Lebensmittelpunkt verortet – an den Strand. Die passende Lektüre für den Urlaub finden sie auch im Buch.
Info Stefan Maiwald. Mein Leben am Strand, Mosaik, 303 S., 22 Euro
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