Daniel Faßbender war Seemann und wäre selbst gern Profisurfer geworden. Jetzt hat der Nachrichtenredakteur und Autor („Die weltbeste Geschichte vom Fallen“) mit „Heaven‘s Gate“ sein Debüt als Krimiautor gegeben. Im Zentrum steht ein abgehalfteter Surfer, der wider Willen zum Detektiv wird. Der Anti-Held und die Welle Dabei bedient sich Fassbender ziemlich großzügig bei Vertretern des Hardboiled-Genres wie Raymond Chandler. Sein Caruso ist ein echter Anti-Held, versoffen und oft verpeilt. Ein Tagträumer, den es auf der kleinen Philippinen-Insel Surogao ins Zentrum einer gigantischen Korruptionsaffäre spült. In dieser Monsterwelle, die tödlicher ist als die namensgebende „Heaven‘s Gate Welle“ droht der wankelmütige Caruso unterzugehen. Wilder Westen auf der Insel Dabei hat er sich doch nur von einer schönen und reichen Spanierin dazu anheuern lassen, ihren verlorenen Sohn zu suchen. Der verwöhnte und gelangweilte Juan wollte wohl auf der Insel beim Drogenschmuggel mitmischen und hat in ein Wespennest gestochen. Denn auf der Insel herrscht „Wilder Westen“, wie Juans Vater Diego, der gerade erst aus dem Knast entlassen wurde, weiß: „Die Mexikaner mischen ganz sicher mit, die Chinesen sowieso, und dann noch lokale Gruppen.“ Skrupellose Feinde Diego ist nicht nur schlau, sondern auch stark. Und Stärke kann Caruso wirklich brauchen. Denn auf der Suche nach…