In seinem ersten Buch für Kinder, Alexander, geht Ferdinand von Schirach den Prinzipien des Zusammenlebens auf den Grund. Gerechte Gesetze sollen dabei helfen, in Frieden miteinander zu leben. Nur, was sind gerechte Gesetze? Der Hoffnungsträger Klären soll das der kleine Alexander. Das jedenfalls schlägt der dicke Fischhändler vor. Er ist der beste Freund Alexanders, dessen Vater in einem ungewollten Krieg gefallen ist. Nach einigen Fehlversuchen kommen die Menschen des Städtchens Kalliste überein, den Knaben auf Reisen zu schicken, um von Weisen Antworten auf ihre Fragen einzufordern. Die Weisen Und so macht sich der Junge auf den Weg und trifft dabei die unterschiedlichsten Gesprächspartner, darunter einen Winzer, einen Modeschöpfer, ein ungewöhnliches Orakel, streitlustige Zwillinge und eine Leserin. Von jedem und jeder kann Alexander etwas lernen, und am Ende bringt ihn ein ungewöhnliches Pferd gerade noch rechtzeitig zurück nach Kalliste, um einen neuen Krieg zu verhindern. Lehren fürs Leben Das Büchlein, zu dem Ferdinand von Schirach selbst die Skizzen gezeichnet hat, erinnert in vielem an den Kleinen Prinzen. Wie dieser ist Alexander ein wissbegieriges Kind, das auf seiner Reise Antworten auf existenzielle Fragen bekommt. Und wie Saint Exupéry nutzt Schirach den Jungen dazu, philosophische Gedanken verständlich zu formulieren. „Das Leben kann nur…
Als literarisches Wunderkind wurde Benedict Wells (Foto: Roger Eberhard) gepriesen, als er mit Anfang 20 den Roman „Becks letzter Sommer“ veröffentlicht hatte – in seinem Wunschverlag Diogenes, dem er bis heute treu geblieben ist. Inzwischen ist der Name Benedict Wells fast schon Garant für Bestseller. Auch der jüngste Roman „Hard Land“ eroberte im Nu Platz 1 auf der Spiegel-Bestsellerliste. Immer wieder gelingen dem jugendlich wirkenden Deutsch-Schweizer, Jahrgang 1984, Bücher, die Kritiker als „Meisterstück“ bezeichnen und nach deren Lektüre nicht nur Fans behaupten, dass dieser Autor „schreiben kann“. Anfangs nur Absagen Eine Genugtuung für Wells, der mit anderen erfolgreichen Schriftstellern die Erfahrung teilt, am Anfang nur Absagen kassiert zu haben. Nach Schuljahren, die er ab dem Alter von sechs Jahren vorwiegend in Internaten verbracht hatte, und dem Abitur, entschied er sich fürs Schreiben und zog von München nach Berlin, in ein „fabelhaft schäbiges Einzimmer-Appartement“ – voller Erwartung auf ein Schriftsteller-Leben. „Tagsüber jobbte ich, nachts saß ich gespannt vor einem weißen Blatt und versuchte, es mit Leben zu füllen.“ Lieblingsautoren als Lehrer Seine Lehrer waren Lieblingsautoren wie Steinbeck, Nabokov, Tolstoi, Marc Twain aber auch Otfried Preußler mit Krabat und Stephen King mit „Das Leben und das Schreiben“. Vor allem aber John Irving,…