Die Welt ist groß, auch für Familien gibt es viel zu erkunden. Sind doch Kinder von Natur aus neugierig. Doch wohin in aller Welt soll es in den Ferien gehen? Das hängt natürlich auch vom Geldbeutel ab. Denn Reisen ist teuer geworden, vor allem, wenn Flüge eingeplant werden müssen. Und die sind auch nicht gerade umweltfreundlich. Zum Gruseln nach Transsilvanien „Wann am besten wohin mit Kids?“ fragt lonely planet in seinem „ultimativen Reiseplaner für Familien“ und nennt für jeden Monat des Jahres jede Menge Ziele – nahe aber auch sehr ferne. Im Oktober geht es „zum Gruseln in Draculas Schloss im tiefsten Transsilvanien“, also nach Rumänien ins Schloss Bran. Oder zu Halloween nach New England – in der Pumpkintown gibt es nur Kürbiskopf-Bewohner. Bis ans Ende der Welt Weil im Oman der Winter mild ist, empfiehlt lonely planet das Land für den November. Ganz weit weg – fast am anderen Ende der Welt – sind Kangaroo Island in Australien und Aotearoa in Neuseeland – beide Ziele seien zu der Jahreszeit noch nicht überlaufen, heißt es im Reiseplaner. Er preist Kangaroo als „Paradies für Tiere“ an und Aoteraoa für Sommer-Action wie Tandem-Paragliding, Downhill-Mountainbiking oder Skydiving. Um das alles zu finanzieren, muss…
Eine ganz Kürbis-Flut kündigt Halloween an. Manche sind schon ausgehöhlt. Sie sollen dann in der Dunkelheit gruselig leuchten. Natürlich gibt‘s in den Läden auch so einige Utensilien für ein gruseliges Wochenende – und die Freizeitparks bieten ein Halloween-Programm zum Fürchten. Kein Wunder, dass auch Bücher den Trend aufgreifen. Hier sind zwei Bücher zu Halloween für kleine Leser mit guten Nerven: Das Internat der Nocties Flynn fühlt sich im Nightmore, dem angeblich gruseligsten Internat der Welt am falschen Ort. Deshalb entschließt er sich zur Flucht, ohne daran zu denken, dass er zu Hause als Teil-Werwolf nicht unbedingt willkommen ist. Vanessa Walder hat sich bei ihrem Internat ganz offensichtlich von Harry Potter und Hogwarts inspirieren lassen. Sogar einen „Unaussprechlichen“ gibt es. Allerdings sind in diesem Internat vor allem dunkle Gestalten versammelt – die Nocties, die für Menschen (Normies) nur wenig übrig haben. Daran muss der kleine Fynn sich erst gewöhnen. Nur gut, dass er in der ebenfalls noch kleinen Vampirin Sinista eine Freundin gefunden hat. Vanessa Walder schreibt leicht und mit leiser Ironie – dazu gehört auch die Lautschrift für englische Begriffe. Philipp Ach hat Fynns Abenteuer schön gruselig in Szene gesetzt. Info. Vanessa Walder. Nightmore. Das gruseligste Internat der Welt –…
So ein Besuch verlassener und vergessener Orte kann ganz schön abenteuerlich sein – nicht nur an Halloween, dem Tag der Geister. Zumindest deutet Cornelia Lohs das in den Verhaltensregeln an, in denen sie nicht nur darum bittet, die Orte mit Respekt zu behandeln, sondern auch dazu rät, nicht allein zu gehen und sich mit festem Schuhwerk und reißfester Kleidung auszurüsten. Römerkastell und Rakete Dann kann‘s losgehen. 33 düstere und unheimliche Orte hat die Cornelia Lohs im Odenwald aufgespürt: verfallene Klöster, Burgruinen, verlassene Friedhöfe, Höhlen, ja sogar Galgen. Manche der Orte stammen aus der Römerzeit wie die Ausgrabungen des Römerbads Kastell Würzburg, andere aus der Neuzeit wie das Raketenmodell am Ortseingang von Hardheim, das an den Raumfahrtpionier Walter Hohmann erinnern soll. Relikte aus der Nazizeit An eine düstere Geschichte aus nicht allzu lang vergangener Zeit erinnert der „Goldfisch-Pfad“, ein zweieinhalb Kilometer langer Rundweg im Obrigheimer Wald, der die oberirdischen Überreste zweier unterirdischer Rüstungsfabriken aus der Nazizeit verbindet. An zehn Stationen wird von dem Menschen verachtendem Projekt (Tarnname Goldfisch) erzählt, von Rüstungswahn und Zwangsarbeit. Schaurige Szenerie Cornelia Lohs ist ihren „Lost & Dark Places“ sehr nahe gekommen, hat sie so fotografiert, dass sie besonders schaurig wirken – vor dunklen Wolken, im Nebel….
Schaurige Welt: Wenn das nicht das richtige Buch zu Halloween ist! Dieser Bildband mit Gruselfaktor enthält schaurig schöne Bilder von verlassenen Städten, Spukhäusern, Friedhöfen, von unheimlichen Naturphänomenen und dem durch Atombombenversuche zerstörten Inselidyll Mururoa. Lektüre auf eigene Verantwortung, heißt es warnend im Vorwort. Untote und Voodoozauber Es geht schon gleich richtig los mit den Untoten auf Amrum und Sylt, Ertrunkenen, die keine Ruhe finden, bis jemand an sie denkt. Auch die verrottende Pracht des ehemaligen Schlosshotels Waldlust im Schwarzwald wirkt ziemlich gruselig, fast so sehr wie das rumänische Schloss Bran, das sich als Draculas Heimstatt vermarktet oder das Stanley Hotel, das Stephen King zu seinem Roman „Shining“ anregte. Und dann noch der Fetischmarkt Akodessewa in Togo, der weltgrößte Voodoo-Basar für Zauber-Utensilien wie Schimpansenpfoten, vertrocknete Krokodilköpfe, Tier- und Menschenschädel in unterschiedlichsten Stadien der Verwesung. Das will man lieber nicht so genau wissen… Natronsee und Lost Places In sechs Kapiteln erkundet Schaurige Welt die „dunkle Seite“ und stellt 90 Orte „zum Fürchten und Staunen“ vor. Da dürfen unheimliche Phänomene nicht fehlen wie der Natronsee in Tansania: Wer im See stirbt, heißt es, wird kalzifiziert, erstarrt zu Stein. Auch all die „lost places“, die verlassenen Orte, können ganz schön gruselig sein. Selbst ein…