Romy Hausmann weiß, wie man die Lesenden packt. 450 Seiten dick ist ihr neuer Krimi „Himmelerdenblau“ – und er bleibt spannend über den Schluss hinaus. Denn im Epilog, das kann man sagen, ohne zu viel zu verraten, tut sich ein neues Problem auf. Die verschwundene Tochter Da hat sich die Hauptperson dieses mit vielen Perspektiven spielenden Krimis schon verabschiedet: Theo, ehemals erfolgreicher Herzchirurg und Leiter einer Klinik, leidet unter Demenz und versucht verzweifelt, seine Erinnerung dem Vergessen zu entreißen. Vor allem die Erinnerung an die Tochter Julie, die vor 20 Jahren spurlos verschwand. Der Podcast Hilfe erhofft er sich von der jüngeren Tochter Sophia, die den demenzkranken und nach dem Krebstod der Mutter auch verarmten Vater im Alltag unterstützt. Und dann sind da noch Liv und Phil, das Pärchen, das mit seinem Podcast „Two Crime“ ziemlich erfolgreich ist und sich vom „cold case Julie“ einen Coup verspricht. Wer könnte Julie entführt und die kuriose Lösegeldforderung 30.000 Euro gestellt haben? War es wirklich der Ex-Freund Daniel, den Julies Vater vor 20 Jahren verprügelt hat? Verdächtige Perspektiven Und was ist mit dem Arzt, der Theo behandelt, angeblich ein Freund der Familie? Geschickt führt Romy Hausmann ihre Leser über die verschiedenen Perspektiven immer…