Wiedersehen mit einer Rebellin
Rezensionen , Romane / 17. Juni 2026

Mit der jungen Bäuerin Vroni hat die gebürtige Gunzenhauserin Susanne Betz eine starke Frauengestalt ins Zentrum ihrer historischen Romane gestellt. Auf  Heumahd  folgt nun  Johannifeuer . Es hat sich einiges geändert am Grasegger Hof, seit Vroni Anton, einen Sohn der reichen Huberin geheiratet hat. Der Traummann Karg und arbeitsreich ist das Leben der jungen Bäuerin geblieben, und Anton ist weit davon entfernt, ihr Traummann zu werden. Den Platz belegt noch immer der junge britische Arzt Reginald, den der Maler Wilhelm Leibl vor Jahren mit auf den Hof gebracht hat und der so liebevoll mit dem Rosl umgegangen ist. Auch Anton hat das Mädchen mit dem Down-Syndrom, Vronis Stieftochter, als Familienmitglied akzeptiert. Aber sein Liebling ist der Burschi, der Sohn, den Vroni ihm geboren hat. Das Wiedersehen Es scheint alles seinen ruhigen Gang zu gehen auf dem Hof. Doch die Zeiten ändern sich. Die traditionsbewusste Huberin, die so gern Zeitung liest, weiß mehr als die anderen, und sie will teilhaben an der – motorisierten – Zukunft. Gegen Antons Willen fährt sie mit ihrer Lieblingsschwiegertochter Vroni nach München – mit der Bahn. Was für ein Erlebnis! Und während die Huberin das neueste Automobil bestaunt, will sich Vroni eine Ausstellung mit Leibls Bildern…