Venedig im Kaleidoskop
Rezensionen , Romane / 10. April 2026

David Hewson macht in „Das Borgia Porträt“ ein bisschen auf Dan Brown und jagt die Lesenden auf der Suche nach einem verschwundenen Porträt durch Venedig. Ziel der Schnitzeljagd, die in ein Venedig abseits der Touristen-Hotspots führt, ist nicht irgendein Porträt, sondern das der verführerischen Lukrezia Borgia. Der alte Palast Für die junge Engländerin Lizzie Hawker ist das erotische Porträt eine Kindheitserinnerung, bevor ihre Mutter verschwand. Lizzie hat den baufälligen Palast Ca‘Scacchi geerbt und viele Schulden. Das Borgia-Porträt könnte ihre Geldnöte beenden. Aber wo steckt Lukrezia? Der Strippenzieher Mit Hilfe des pensionierten Archivars Arnold Clover – auch er aus England – macht sich die junge Frau auf die Suche. Schon bald stoßen die beiden auf unerwartete Hürden und ahnen, dass ein potenter Strippenzieher die Hände im Spiel hat: Enzo Canale hatte sich vom mittellosen Barmann zum einflussreichen Immobilienmagnaten hochgegaunert. Wie Chas Hawker warb er um die Hand der schönen Comtessa Lucia Scacchi – und verlor. Aber Hawker, Lizzies Vater, war wohl ein ebensolcher Schurke, wenn auch weniger erfolgreich. Das Skelett in der Gruft Für Lizzie, die ihrem Vater seine Eskapaden gern verziehen hat, sind das keine guten Neuigkeiten. Und sie muss noch mehr verkraften. Bei der Suche nach dem verlorenen Porträt…