„Wo Züge sind, da sind auch (meistens) Geschichten“, scheibt Tom Chesshyre in seinem Reisebericht „Bummelzug nach Istanbul“. Diese Geschichten waren mit ein Grund dafür, dass der Journalist mit Freund Danny per Interrail durch Europa fuhr – auf den Spuren des berühmten Orient-Express. Allerdings nicht auf die luxuriöse Tour, sondern „auf eine Art und Weise, die signifikant weniger angeberisch war (und deutlich preiswerter)“. Jeder Tag ein Anfang Der Freund ist für zwei Wochen mit von der Partie, den Rückweg von Istanbul tritt Tom Chesshyre allein an. Im Buch zeichnet er die Reise minutiös nach, erzählt alte Geschichten aus dem Orient-Express, der nicht nur Agatha Christie zu Krimis inspiriert hat, sondern auch Graham Greene. Und natürlich erleben die beiden „mittelalten Männer“ bei ihrer Tour d‘Europe auch neue Geschichten. „Es ist, als würde man jeden Tag eine neue Seite aufschlagen“, stellt Freund Danny fest: „Jeder Tag ist wie ein neuer Anfang.“ Fremde Europäische Union Über Nürnberg, das den beiden Reisenden wegen der NS-Geschichte vor allem „bizarr“ erscheint, und Wien geht es weiter in den Osten des Kontinents. Dabei stolpern sie auch noch über die Kulturhauptstadt des Jahres 2023, Timisoara. Vor allem aber wundern sie sich, wie anders als im Westen es hier überall…