Seine Reisebücher waren immer Ereignisse, denn Andreas Altmann ist ein Autor, der sich und anderen nichts schenkt. Aber auch einer, der um Worte nicht verlegen ist, der sagen kann, was er denkt, weil er die Sprache beherrscht. Nach „Gebrauchsanweisung für die Welt“ hat Altmann sich nun an einer „Gebrauchsanweisung für das Leben“ versucht. Radikale Denkanstösse Natürlich kann auch der Weitgereiste keine Antworten auf existenzielle Fragen geben, aber er kann Denkanstöße liefern. Auch da ist Altmann radikal. Die Aufforderung aus dem Film Creed an einen jungen Boxer „Du sollst nicht fügsam sein, du sollst leben“ könnte auch von ihm stammen. Schließlich ist ihm nichts so verhasst wie Fügsamkeit, Gehorsam, der „Ranz der Routine“ oder auch der „Terror der Ereignislosigkeit“. Nein, ein Rezept fürs Leben hat auch Altmann nicht, er kann nur gelungene Leben präsentieren, kann zeigen, wie lebensmutig so mancher Krüppel ist und wie halbtot so mancher Handy-Sklave. Ringen um ein erfülltes Dasein Manche der erzählten Episoden sind hinreißend in ihrer oft entlarvenden Ehrlichkeit, andere scheinen eher verzichtbar. „Dieses Buch ist kein Reiseführer, dieses Buch soll zum Leben anspornen,“ schreibt Altmann. Aber natürlich spielen auch in diesem Buch seine Reise-Erfahrungen eine Rolle, die Begegnungen mit einem Sterbenden am Ganges, mit Heimatlosen…
Kürzlich wurde in Augsburg ein gerade mal acht Wochen alter Yorkshire-Terrier in einer Pappschachtel zwischen Tonnen gefunden. Der Tierschutzverein vermutet, dass das Tierchen aus einem illegalen Import von nicht geimpften Welpen stammen könnte. Und kurz darauf flog ein illegaler Welpentransport im ICE in Nürnberg auf. Auch diese drei Welpen waren gerade mal zwischen acht und zehn Wochen alt und nicht geimpft. Sie stammen wohl aus Ungarn. Vor diesem Hintergrund wirkt der neue Roman „Scharfe Hunde“ der in Kempten geborenen Krimi-Autorin und Journalistin Nicola Förg geradezu prophetisch. Wir sprachen mit der engagierten Tierschützerin. Ein Krimi darf auch Sozialkritik beinhalten Was hat Sie auf die Idee gebracht, den illegalen Welpenhandel in ihrem Krimi zu thematisieren? Nicola Förg: Ich bin als Journalistin Autorin einer wöchentlich erscheinenden Tierseite und das Thema beschäftigt mich seit Jahren. Es ist nur so, dass durch die Wiedereinführung der Grenzkontrollen im Spätsommer 2015 immer mehr Tiertransporte auffliegen. Wöchentlich wurden und werden illegal eingeführte Hundewelpen, aber auch Rassekatzen, Vögel und Reptilien aufgegriffen. Im Januar 2017 waren dies allein in Bayern über 20 Fälle! Ich bin der Meinung, dass Krimi immer schon Sozialkritik beinhalten durfte und wenn man so ein Thema mitten in einen spannenden Krimi einbettet, dann erreicht man Menschen,…