Von Seneca bis Virginia Woolf, von James Joyce bis zu Michael Köhlmeier, von der Bibel bis zur Romantasy: Meike Winnemuth hat für ihr neues Buch „Eine Seite noch – warum Lesen uns so glücklich macht“ einen Sommer lang alles gelesen, was ihr in die Finger kam. In ihrem Buch schreibt die leidenschaftliche Leserin über Berührendes und Kurioses, über Wissenschaftliches und Persönliches beim Lesen. Bücher unterhalten sie nicht nur, sie geben ihr Antwort auf die Fragen des Lebens: „Poesie ist die Lösung für das Unlösbare. Die Schönheit des Paradoxons, genau das ist Literatur.“ Die Welt im Buch In Tolstois „Krieg und Frieden“, das sie anders als den doch ziemlich sperrigen Ulysses lange vor sich hergeschoben hat, entdeckt Meike Winnemuth eine ganze Welt. Lesend versucht sie sich selbst auf die Schliche zu kommen, verliert sich in Thomas Manns „Zauberberg“ und begibt sich auf die Spuren von Virginia Woolfs „Mrs. Dalloway“. Kreativer Lese-Prozess Ihr Buch sieht sie als Liebeserklärung ans Lesen, das sie als kreativen Prozess versteht. Als einen Dialog zwischen dem Geschriebenen und den Lesenden, die ihre ganze eigenen Erfahrungen, Erwartungen, kulturellen Hintergründe mit einbringen. „Wir lesen mit unserem ganzen Erfahrungsschatz“, ist Meike Winnemuth überzeugt und: „Nie lesen zwei Menschen dasselbe Buch.“…