Trends gibt es nicht nur in der Mode, auch bei Reisen kann man Trends erkennen. Marco Polo zumindest glaubt, dass 2026 ganz bestimmte Städte, Regionen oder Länder ganz oben auf der Wunschliste der Reisenden stehen könnten.
Zittauer Gebirge und Ulm
Darunter sind auch einige Ziele in Deutschland. Unter „noch unentdeckt“ firmiert etwa das Zittauer Gebirge. Das kleinste Mittelgebirge Deutschlands könnte womöglich auch das unbekannteste sein, mutmaßen die Marco Polo Scouts, und schwärmen von verwunschenen Landschaften. Als nachhaltig empfehlen sie das Baden-Württembergische Ulm wegen der „überdurchschnittlichen Innovationsdichte“ und „exzellenten Bedingungen für Start-ups“. Aber natürlich sollte man auch das Münster mit dem knapp 162 Meter hohen Turm besuchen.
Drehorte und Geoparks
Auch Fans von Drehorten kommen laut Marco Polo in Deutschland auf ihre Kosten. Set-Jetter können in Görlitz Drehorte von „Görliwood“ besuchen. Warum genau man im nächsten Jahr Regensburg unbedingt erleben sollte, wird nicht ganz klar – die Stadt ist wohl immer eine Reise wert. Neuen Glanz sieht der Trend Guide in den Geoparks. Von den insgesamt 19 haben es allerdings nur wenige ins Buch geschafft, darunter der Geopark Ries.
Guimaraes und Birmingham
2026 wird Guimaraes Europas Umwelthauptstadt – Grund genug für eine Reise nach Portugal. Oder vielleicht auch nach Birmingham, das im nächsten Jahr die erste nachhaltige Metropole Großbritanniens werden will. Fast noch unentdeckt, meinen die Marco Polo Scouts, ist das Inselchen Pantelleria zwischen Sizilien und Tunesien. Womöglich war es das die längste Zeit. Und dann wäre da auch noch die Coolcation, die schon länger als Trend beschworen wird – Urlaub in kühlen Gegenden.
Malaysia und Mongolei
Das Visit Malaysia Jahr beschert dem Land einen Platz im Trendguide unter den Zielen weltweit. Weit weg vom Bali-Trubel ist das indonesische Taucherparadies Raja Ampat – noch. Die Mongolei könnte im nächsten Jahr mit ihren endlosen Weiten punkten und der Übernachtung in Jurten. Und die 34-Millionen-Metropole Chongqing mit kuriosen Fotostopps und einer brodelnden Szene.
Stille Orte und Beats unter Sternen
Zu viel Trubel? Dann vielleicht lieber die „Quiet Places“, die stillen Plätze. Die US-amerikanische Organisation Quiet Parks International hat 2019 den ersten zertifizierten Wilderness Quiet Park ausgezeichnet – in Ecuador. Hier soll man auch beim Wandern auf Quiet Trails Ruhe finden.
Dazu muss man auch nicht nach Ecuador. Stille Orte findet man sicher auch in Europa. Aber auch das Gegenteil davon: Festivals allerorten, auf Almen, in Burgruinen, an Seen. Beats unter Sternen finden immer mehr Anklang. Zu allen Zielen gibt es ergänzende Tipps und ein Kurzprofil. Das Büchlein ist ein Appetitmacher, mehr will es wohl auch nicht sein.
Info. Marco Polo, Wohin geht die Reise 2026? ,192 S., 15 Euro
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