In Ruhe reisen
Reisebücher , Rezensionen / 26. Mai 2026

Endlich Ruhestand und dann? Bleibt das Fernweh oder ist man reisesatt? Und reicht die Rente überhaupt für große Sprünge auf Reisen? Weil viele der heutigen Ruheständler auch im Alter gern auf Reisen gehen, gibt es jetzt eine „Bucketlist für den Ruhestand“ mit den „50 besten Reisezielen weltweit“. Wer also nach dem letzten Arbeitstag schon die nächste Reise plant und bei all den Möglichkeiten den Überblick verliert, kann sich hier Inspiration holen. Nah dran am Ziel Die Tipps führen in die weite Welt – nach Patagonien oder Neuseeland etwa. Aber es sind auch 15 Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei, für alle, die im Alter nicht mehr in ein Flugzeug steigen wollen. Ob in Ostfriesland oder im Allgäu, im Harz oder im Engadin, am Vierwaldstätter See oder in der Lüneburger Heide – es locken Entspannung oder auch die Entdeckung besonders schöner Natur. Dazu gibt es jeweils sechs besondere Tipps dazu, was man machen kann oder anschauen soll. Einladendes Europa Darf es etwas weiter weg sein? Dann kommen die 25 Europa-Ziele infrage: Island etwa für die Abenteurer unter den Älteren, das Baltikum oder Cornwall zum Entspannen, Amsterdam oder Paris für alle, die gerne in Weltstädten bummeln gehen. Ob sich die…

TOP 10 von DK: Klein aber oho
Reisebücher , Rezensionen / 17. April 2026

Sie sind so schmal und klein, dass man sie locker in die Manteltasche stecken kann. Doch die TOP 10 Reiseführer von DK sind nach einem Relaunch noch übersichtlicher geworden und liefern kompakte Informationen und Inspirationen für die eigene Bucket List. Veränderte Gewohnheiten Das fängt schon mit dem Einstiegskapitel an, das nicht nur die TOP 10 Erlebnisse beinhaltet, sondern auch einen kompakten Einblick in die Geschichte bietet und konkrete Tipps für einen zwei- oder viertägigen Trip. Mit dem Relaunch reagiert der Verlag auf veränderte Lesegewohnheiten und individuelle Reise-Erwartungen. Die Reihe will nicht mehr nur die Frage beantworten, was man gesehen haben sollte, sondern auch, was man vor Ort unternehmen kann und wo man dem Alltag der Menschen nahe kommt. Streetart neben Rembrandt In Amsterdam etwa findet Streetart ebenso einen Platz unter den Top 10 wie Rembrandts Haus oder der neue Westerpark. In Venedig behauptet sich die Auszeit auf dem Lido neben dem Markusplatz und einer Kneipentour auf Venezianisch. Die Themen in Venedig sind neben den üblichen wie Künstler und Feste auch Brücken, Palazzi oder Schriftsteller. Mit dem kleinen Guide kann man einzelne Stadtteile erkunden und sogar Abstecher in die nähere Umgebung machen. Jüdische Geschichte In Amsterdam geht es beim Kapitel Themen…

50 Euro – gut investiert
Reisebücher , Rezensionen / 18. Oktober 2022

„Kann man mit 50 Euro pro Tag die Metropolen dieser Welt erfahren?“ Diese Frage, die sich angesichts der weltweiten Preissteigerungen immer drängender stellt, versucht dieses Polyglott-Buch zu beantworten. Allerdings klärt Christoph Drösser schon im Vorwort darüber auf, dass in der Summe die Übernachtungskosten nicht einbezogen sind. Die 50 Euro beziehen sich also auf den Urlaubstag – vom Morgenkaffee bis zum Absacker am Abend. Dabei ist die ganze Kalkulation natürlich auch abhängig vom Wechselkurs des Euro, der derzeit gegenüber dem Dollar im Sinkflug ist. Tipps  von Insidern Die Vorschläge im knapp 290 Seiten dicken Buch stammen von Autorinnen und Autoren des Vereins „Weltreporter.net“, die aus aller Welt berichten und schon ein paar Jahre in den Ländern leben, aus denen sie berichten. Sie alle teilen ihre Lieblingsgegenden, die sehr unterschiedlich sind und sich oft zu Fuß oder auch mit dem Rad erkunden lassen. Schlemmertour in Bangkok In Amsterdam klappt das schon für 45,88 Euro inklusive Fahrrad-Miete und bester Aussicht vom schiefen Dach des Nemo. In Bangkok ist bei 47,20 Euro fast schon eine Gourmet-Schlemmertour drin, sogar mit Cocktail und Taxi. In Edinburgh muss man mit 54,10 Euro schon tiefer in die Tasche greifen, kommt dafür aber umsonst ins National Museum of Scotland…

Stadtabenteuer: Mittendrin statt außen vor
Rezensionen / 11. Dezember 2019

Acht Bücher sind es bereits. Sie führen nach Amsterdam, Berlin, Hamburg, Lissabon, New York, Prag, Rom und Wien. Aber was heißt hier „führen“, diese Stadtabenteuer-Bücher laden dazu ein, in eine Stadt einzutauchen, ihren Alltag zu erleben, ihre Menschen – und, weil man ja trotzdem Tourist bleibt, auch ihre Sehenswürdigkeiten. Alle Bücher sind liebevoll gestaltet, etwas schräg, mit Ortsskizzen und Illustrationen, mit vielen Tipps zum Schlafen, Essen, Trinken, Ausgehen und Einkaufen. Zentral aber sind die Abenteuer, von denen viele umsonst zu haben, andere aber nur mit Guide zu erleben sind. Burlesque und Sketch Night Da hat sich die Autorin Dorothea Martin zum Beispiel in New York in der „Kathedrale des Kommerz“, dem Woolworth Building, umgesehen und in die Zeit seiner Eröffnung versetzen lassen. Sie hat sich auf Governor‘s Island „fast wie in einem apokalyptischen Filmset“ gefühlt, hat bei „Nurse Bettie“ Spaß am Burlesque-Abend gehabt und sich im Mitmach-Theater hinter einer Pest-Maske versteckt. Sie hat in der Sketch Night jede Menge Möchtegern-Zeichner getroffen und sich in der Dämmerung im Green Wood Cemetery gegruselt. Betreutes Kiffen und Mikroben-Zoo Auch Diana Stanescu hat in Amsterdam alles gegeben – bei einer Coffeeshop-Tour mit „betreutem Kiffen“ hat ihr Magen rebelliert, und auf der höchsten Schaukel Europas…