Urlaub mit Kindern kann wunderbar sein, wenn nur nicht die Anreise wäre. Ganz gleich, ob im Auto, im Zug oder im Flugzeug, die Frage, „Wann sind wir endlich da?“ droht spätestens nach einer Stunde. Kein Wunder, für Kinder ist eine längere Anreise einfach nur ätzend. Hauptsache kreativ Dagegen kann man allerdings etwas machen. Selbst kreativ werden mit Wortspielen zum Beispiel. Den Kids ein Harry-Potter-Hörbuch auf die Ohren geben. Oder man besorgt sich das Kreativ-Reise-Malbuch aus dem Reisedepeschen Verlag. Das ist zwar extra für eine Zugreise konzipiert, kann aber genauso gut mit ins Auto oder in den Flieger genommen werden. Buntstifte nicht vergessen! Mal- und Wortspiele Denn hier geht‘s kreativ zur Sache. Das heißt, es wird so einiges zu Papier gebracht: all die Sachen im Urlaubskoffer zum Beispiel, oder die Landschaft, die man durchs Fenster sehen kann. Der Reiseproviant, die Teppichmuster, die mitreisenden Personen… Mit dem Malen sind die Kids schon eine ganze Weile beschäftigt. Schließlich schaut das Monster zu, dass auch alles ordentlich ausgemalt und reingezeichnet wird. Das Monster hat natürlich auch noch jede Menge Ideen für lustige Spiele wie Blindmalen, Wortkette, Wörtersammeln. Da können sich dann auch die Erwachsenen beteiligen – wenn sie wollen. Das wichtigste ist doch, dass…
„Die meisten Menschen sehen überhaupt nur wenig von dem, was da ist“, sagt Mond, der seltsame Junge in den zerrissenen Klamotten, den Jeremias auf der griechischen Insel Kreta trifft. Mond, was für ein seltsamer Name. Aber was ist nicht seltsam an dieser Geschichte, die Antonia Michaelis unter dem Titel „Katzenmond“ erzählt? Die geheimnisvolle Tür Ein unglaubliches Abenteuer, das ein bisschen an Alice im Wunderland erinnert. Nur, dass Jeremias hier nicht durch einen Spiegel geht, sondern eine Tür finden muss. Der Junge aus Deutschland ist mit seinen Eltern in den Sommerferien auf der Insel. Was ihm gleich auffällt, sind die vielen streunenden Katzen. Die Sorge der Katzen Und dann natürlich dieser seltsame Junge, zu dem Jeremias sich sofort hingezogen fühlt. Dabei weiß er nichts über Mond. Außer, dass er keine Eltern mehr hat und hin und wieder unter Autos schläft. Und, dass er den Katzen der Insel helfen will. Die sorgen sich um ihren Winterplatz, eine alte Villa. Ein Geschäftsmann im silbernen Anzug hat sie gekauft und will sie abreißen lassen, um eine noble Touristenunterkunft zu bauen. Der Katzenkönig Jeremias, der zu Hause kaum Freunde hatte, solidarisiert sich schnell mit Mond und den Katzen. Die dritte im Bunde ist Nyx, ein…
Eine Schatzsuche kann ganz schön knifflig sein. Vor allem, wenn sie um die Welt führt. In dem großformatigen Bilder- und Rätselbuch „Auf Schatzsuche um die Welt“ lädt eine geheimnisvolle Flaschenpost kleine Spürnasen dazu ein, sich auf die Suche nach dem Wrack des Piraten Captain Kidd zu machen. Herausfordernde Suche Von Anfang an ist klar, dass diese Suche herausfordernd werden wird. Die ehrgeizigen Detektive werden Landkarten lesen müssen, Geheimschriften entschlüsseln, alte Schriftzeichen entziffern und – natürlich – Rätsel lösen. Räuberischer Geisterpirat Bevor sie sich auf den langen Weg über die Kontinente machen, erfahren sie die Geschichte von Captain Kidd, dessen Geist womöglich immer noch sein Unwesen treibt. Angeblich hat er ein wertvolles Gemälde in Florenz zerstört, dann noch die Mona Lisa aus dem Louvre und in Moskau ein Fabergé-Ei geklaut. Weiter geht‘s mit dem verschwundenen Bernsteinzimmer, mit einem Wikingerschatz und der Suche nach dem Grab der Nofretete. Schon sind die Kids in Ägypten. Saurier-Skelette und Mammut-Stoßzahn Doch die Reise geht weiter – nach Xian in China, der Heimat der Terrakotta-Armee, zum Goldenen Tempel von Kerala in Indien und der untergegangenen Stadt Palembang in Indonesien. Aber auch da ist die Schatzsuche und die Suche nach dem Geisterpiraten noch längst nicht zu Ende….
Die Olchis sind klein, grün und schmuddelig. Oma, Opa, Papa, Mama und die drei Kinder leben auf der Müllkippe von Schmuddelfing. Da finden sie alles, was sie mögen und gern essen. Schuhsohlen, Stinkerbrühe, Sockensuppe, Schlammsauce… Das Sams sieht mit seinen Froschfüßen und der Rüsselnase zwar auch anders aus als „normale“ Kinder und es isst auch mal Stuhlbeine. Am liebsten aber mag es Würtchen mit viel Senf. Doppelter Spaß Aber wie kommen die Olchis und das Sams zusammen? Ganz einfach, indem Erhard Dietl und Paul Maar zusammen ein Buch schreiben – eine Super-Idee zum 80. Geburtstag des Oetinger Verlags, für den beide Autoren arbeiten. „Die kaputte Wunschmaschine“ heißt das gemeinsame Produkt, das gleich doppelten Spaß verspricht. Wohin mit den Wünschen? Gleich zu Anfang kommt der Erfinder Bruno Brausewein ins Spiel. Denn Herr Taschenbier und das Sams haben noch lange nicht genug mit ihren Wünschen. Herr Taschenbier hat sogar alle Wunschpunkte, die das Sams normalerweise im Gesicht trägt, weggewünscht. Und jetzt ist auch noch die Wunschmaschine kaputt. Die soll Herr Brausewein reparieren. Das Verjüngungselixier Der doktert gerade an einer neuen Erfindung herum, einem Verjüngungselixier. Und während die beiden Männer über das kaputte Teil der alten Wunschmaschine fachsimpeln, will Sams seinen Papa mit…
Bald sind Ferien, dann geht es für viele Familien auf Urlaubsreise. Zum Beispiel nach Italien. Und da gibt es auch für die Kinder viel zu sehen, etwa in Rom. Mit dem Comic „Mythen, Götter und Gladiatoren im Alten Rom“ können sie auf Zeitreise gehen und bekommen dabei ganz nebenbei eine Menge spannender Einblicke in die Welt der römischen Götter oder in die Schöpfungsgeschichte. Verrückte Kaiser Die Graphic Novel vom englischen Kinderbuchautor Stephen Davies und dem Illustrator Laurie Avon erzählt die berühmtesten Geschichten der römischen Antike neu, spannend und mit einem Augenzwinkern. Dass die römischen Kaiser nicht alle gut und weise waren, kann man sich denken. Ein paar waren sogar total verrückt. Caligula zum Beispiel soll sich in den Mond verliebt haben. Und Commodus siegte wohl nur in sagenhaften 735 Gladiatorenkämpfen, weil keiner wagte, ihn anzugreifen. Zurück zu Romulus und Remus Ein paar literarische Freiheiten erlauben sich Davies und Avon vor allem bei den Sagen. Schließlich soll es Spaß machen, Romulus und Remus bis zur Gründung Roms zu folgen oder den Zyklopen Polyphem kennenzulernen, der auch Odysseus gern als Leckerbissen verzehrt hätte. Legendäre Paar-Geschichten Das legendäre Liebespaar Philemon und Baucis hat im Comic ebenso einen Auftritt wie das weniger glückliche Paar…
„In jeter Schrundgule wohnt ein Fehlerdeufelchen“, erklärt das Fehlerteufelchen den Kindern Theo und Tina. Und das Klugscheisserchen, das man inzwischen vom Vorgängerbuch schon kennt, ist sprachlos, weil schockverliebt. Ganz schön viel Chaos Kennengelernt haben sich die beiden Winzlinge in der Schule. Denn Tina hat das Klugscheisserchen in ihrem Schulrucksack eingeschmuggelt. Beim Test in Naturwissenschaft ist das ganz hilfreich. Aber dann kommt das Fehlerteufelchen dazwischen und richtet unter den Schulkindern ganz schön viel Chaos an. Im Gegensatz zum Klugscheisserchen erzählt es nämlich nur Blödsinn, vertauscht die Buchstaben und rechnet falsch. Als das Klugscheisserchen das Fehlerteufelchen korrigiert, wird es fuchsteufelswild: „Kome ich zu dir hachnause und lasse dort alle Fähler machen“, fragt es aufgebracht. Gegensätze ziehen sich an Darauf kann das Klugscheisserchen nur mit einer Einladung reagieren. Und so nehmen die Kinder die beiden Winzlinge mit zu sich nach Hause. Tina erklärt dem Fehlerteufelchen, dass es das Klugscheisserchen falsch verstanden hat: „Es macht ihm ja Spaß,andere zu korrigieren. Deswegen ist das Letzte, was das Klugscheisserchen möchte, dass du dich änderst.“ Schließlich heißt es ja auch: Gegensätze ziehen sich an. Und wirklich passen die beiden so unterschiedlichen Winzlinge so gut zusammen, dass sie sich schon bald zu einem Rendezvous treffen. Schöne Aussichten „Stell…
Die achtjährige Mini schreibt ihre ganzen Sorgen in ein Logbuch. Und „Logbuch einer Himmelsstürmerin“ heißt auch das Buch, in dem Frauke Angel von Minis Sorgen und Leidenschaften erzählt und das Lilly L‘Arronge so toll illustriert hat. Das technische Wunder Die kleine Mini sieht sich selbst als „technisches Wunder“, denn sie verdankt es dem technologischen Fortschritt, dass sie und ihr minikleines Herz überlebt haben. Aber jetzt hat sie Herzschmerz. Sie vermisst ihre beste Freundin Silla, mit der sie ihre Leidenschaft für Roboter und Astronautik teilen konnte. Als Baby, das weiß Mini, war sie total verkabelt. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass sie zum Technikfreak wurde, denkt sie. Und bisher hat Silla immer mitgemacht bei Minis Unternehmungen, weil sie mal Astronautin werden wollte. Top Models und Läsches Doch Silla hängt inzwischen mit Cheyenne und Ludmilla ab, die mal Top Models werden wollen und Läsches haben. Mit ihre Gerede von überschlanken Models haben sie dafür gesorgt, dass Silla immer magerer wurde. Womöglich, fürchtet Mini, schrumpft auch das Gehirn der Freundin. Was dann? Auch Minis selbst gebastelter Roboter MT-One kann da nicht weiterhelfen. Dabei hat er sich doch schon mal gemeldet – auf einem Zettel in seiner Streichholzschachtel-Brust. Aber eine Freundin kann…
Die Welt ist voller Wunder. Manche können wir schon vor der Haustür entdecken, andere nur, wenn wir in weit entfernte Gegenden reisen. Es genügt schon ein Blick in den Sternenhimmel, um die Schönheit unseres Universums zu erkennen. Erst recht, wenn ein Supermond zu sehen ist. In dem wunderschönen Bilder-Buch „Supermond und Kugelblitz“ finden sich noch viele außergewöhnliche Naturphänomene – nicht nur am Himmel. Scheinsonnen und Elmsfeuer Aber der steckt voller Überraschungen und rätselhafter Ereignisse. Da gibt es Scheinsonnen und Sonnenwinde, ja sogar Nebensonnen. Und dann wären da noch so seltene Dinge wie Elmsfeuer und Kugelblitze, Wolkenwellen und Blutschnee. Doch zurück zur Erde, die nicht weniger Spektakuläres bietet: Unterirdische Flüsse, Lavaseen, gigantische Höhlensysteme, Vulkane und bizarre Felsformationen. Und dann die Pflanzenwelt: Über 100 Meter hohe und uralte Bäume. Pflanzen, die nur einmal in 100 Jahren blühen, fleischfressende Pflanzen und leuchtende Pilze. Mischwesen und Wanderlibellen Natürlich kann auch die Tierwelt mit seltsamen Geschichten aufwarten. Im Jahr 2005 etwa fielen in Serbien tausende lebender Frösche vom Himmel. Auch Kaulquappen hat es schon geregnet und Würmer. Es gibt Mischwesen wie den Nartuga, eine Kreuzung zwischen Beluga und Narwal. Und immer mehr Tiere teilen sich den kleiner werdenden Lebensraum, so dass Grizzly-Bären sich mit Eisbären…
In seinem ersten Buch für Kinder, Alexander, geht Ferdinand von Schirach den Prinzipien des Zusammenlebens auf den Grund. Gerechte Gesetze sollen dabei helfen, in Frieden miteinander zu leben. Nur, was sind gerechte Gesetze? Der Hoffnungsträger Klären soll das der kleine Alexander. Das jedenfalls schlägt der dicke Fischhändler vor. Er ist der beste Freund Alexanders, dessen Vater in einem ungewollten Krieg gefallen ist. Nach einigen Fehlversuchen kommen die Menschen des Städtchens Kalliste überein, den Knaben auf Reisen zu schicken, um von Weisen Antworten auf ihre Fragen einzufordern. Die Weisen Und so macht sich der Junge auf den Weg und trifft dabei die unterschiedlichsten Gesprächspartner, darunter einen Winzer, einen Modeschöpfer, ein ungewöhnliches Orakel, streitlustige Zwillinge und eine Leserin. Von jedem und jeder kann Alexander etwas lernen, und am Ende bringt ihn ein ungewöhnliches Pferd gerade noch rechtzeitig zurück nach Kalliste, um einen neuen Krieg zu verhindern. Lehren fürs Leben Das Büchlein, zu dem Ferdinand von Schirach selbst die Skizzen gezeichnet hat, erinnert in vielem an den Kleinen Prinzen. Wie dieser ist Alexander ein wissbegieriges Kind, das auf seiner Reise Antworten auf existenzielle Fragen bekommt. Und wie Saint Exupéry nutzt Schirach den Jungen dazu, philosophische Gedanken verständlich zu formulieren. „Das Leben kann nur…
Eine ganz Kürbis-Flut kündigt Halloween an. Manche sind schon ausgehöhlt. Sie sollen dann in der Dunkelheit gruselig leuchten. Natürlich gibt‘s in den Läden auch so einige Utensilien für ein gruseliges Wochenende – und die Freizeitparks bieten ein Halloween-Programm zum Fürchten. Kein Wunder, dass auch Bücher den Trend aufgreifen. Hier sind zwei Bücher zu Halloween für kleine Leser mit guten Nerven: Das Internat der Nocties Flynn fühlt sich im Nightmore, dem angeblich gruseligsten Internat der Welt am falschen Ort. Deshalb entschließt er sich zur Flucht, ohne daran zu denken, dass er zu Hause als Teil-Werwolf nicht unbedingt willkommen ist. Vanessa Walder hat sich bei ihrem Internat ganz offensichtlich von Harry Potter und Hogwarts inspirieren lassen. Sogar einen „Unaussprechlichen“ gibt es. Allerdings sind in diesem Internat vor allem dunkle Gestalten versammelt – die Nocties, die für Menschen (Normies) nur wenig übrig haben. Daran muss der kleine Fynn sich erst gewöhnen. Nur gut, dass er in der ebenfalls noch kleinen Vampirin Sinista eine Freundin gefunden hat. Vanessa Walder schreibt leicht und mit leiser Ironie – dazu gehört auch die Lautschrift für englische Begriffe. Philipp Ach hat Fynns Abenteuer schön gruselig in Szene gesetzt. Info. Vanessa Walder. Nightmore. Das gruseligste Internat der Welt –…