Franziska Gänsler im Gespräch
Interview / 23. August 2022

Mit ihrem Debüt „Ewig Sommer“ hat die in Augsburg geborene Autorin Franziska Gänsler den Nerv der Zeit getroffen.  Ich habe mit Franziska Gänsler über ihren Roman und ihre Karriere gesprochen. Sie sind in Augsburg geboren, haben hier auch studiert und leben zumindest zeitweise in Ihrer Geburtsstadt. Wo sind Sie denn zur Schule gegangen? Franziska Gänsler.  Ich war auf dem Jakob Fugger Gymnasium. Was war Ihr Lieblingsfach? Franziska Gänsler. Kunst und Englisch, beides habe ich dann in Berlin auch studiert. Liebe zum Schreiben Haben Sie schon als Jugendliche daran gedacht, einen Roman zu schreiben? Franziska Gänsler.  Auf jeden Fall. Ich habe schon als Kind Geschichten geschrieben und war als Jugendliche in den Sommerferien mehrfach in Schreibwerkstätten. Meine Abschlussarbeit im Kunst Leistungskurs war auch eine Kurzgeschichte. Und mit einer Kurzgeschichte waren Sie auch schon mal in einem Finale… Franziska Gänsler. Ja, im Finale des Open Mike, aber habe nichts gewonnen. Nun hat dafür gleich Ihr Debütroman eingeschlagen wie die sprichwörtliche Bombe. Wie fühlen Sie sich denn als vielgefragte Bestseller-Autorin? Franziska Gänsler. Ich glaube, als Bestseller-Autorin gelte ich bisher nicht. Ich weiß gar nicht wie viele Bücher man dafür verkaufen muss. Aber ich freue mich sehr, dass offenbar recht viele Leute „Ewig Sommer“…

Der Autor und sein Kommissar
Interview / 22. Dezember 2019

Holger Karsten Schmidt hat gerade den Bayerischen Filmpreis bekommen, im Fernsehen laufen seine Harzkrimis mit großem Erfolg ebenso wie die Reihe Nord bei Nordwest.  Aber der Drehbuchautor kann auch anders. Kennengelernt habe ich ihn als Gil Ribeiro in Portugal.  Hier habe ich auch mit ihm über Drehbücher gesprochen und darüber, warum er als Gil Ribeiro einen deutschen Kommissar mit Asperger Syndrom nach Portugal schickt. Zuerst einmal: Sie heißen eigentlich Holger Karsten Schmidt und sind unter diesem Namen als Drehbuchautor bekannt. Unter anderem haben Sie für den Tatort die Charaktere der Stuttgarter Ermittler Lannert und Bootz entwickelt und die Reihe Nord bei Nordwest. Drei Mal haben sie bisher den renommierten Grimme-Preis erhalten, zuletzt für das Filmdrama „Das weiße Kaninchen“. Und nun haben sie drei Krimis unter dem Namen Gil Ribeiro geschrieben. Wozu das Pseudonym? Holger Karsten Schmidt  Ich habe unter meinem Namen ja auch noch den Mittelalter-Roman Isenhart verfasst. Unter dem portugiesisch klingenden Gil Ribeiro beginne ich eine neue Karriere als Autor von Krimis, die in Portugal spielen. Gil Ribeiro ist ein offenes Pseudonym. Das heißt, ich mache keinen Hehl daraus, wer dahinter steht. Ihr Kommissar Leander Lost hat Asperger. Wie Greta Thunberg, die junge Klimaschutz-Aktivistin aus Norwegen. Aber Leander trat…

„Welpenschmuggel ist organisiertes Verbrechen“
Interview / 1. März 2017

Kürzlich wurde in Augsburg ein gerade mal acht Wochen alter Yorkshire-Terrier in einer Pappschachtel zwischen Tonnen gefunden. Der Tierschutzverein vermutet, dass das Tierchen aus einem illegalen Import von nicht geimpften Welpen stammen könnte. Und kurz darauf flog ein illegaler Welpentransport im ICE in Nürnberg auf. Auch diese drei Welpen waren gerade mal zwischen acht und zehn Wochen alt und nicht geimpft. Sie stammen wohl aus Ungarn. Vor diesem Hintergrund wirkt der neue Roman „Scharfe Hunde“ der in Kempten geborenen Krimi-Autorin und Journalistin Nicola Förg geradezu prophetisch. Wir sprachen mit der engagierten Tierschützerin. Ein Krimi darf auch Sozialkritik beinhalten Was hat Sie auf die Idee gebracht, den illegalen Welpenhandel in ihrem Krimi zu thematisieren? Nicola Förg: Ich bin als Journalistin Autorin einer wöchentlich erscheinenden Tierseite und das Thema beschäftigt mich seit Jahren. Es ist nur so, dass durch die Wiedereinführung der Grenzkontrollen im Spätsommer 2015 immer mehr Tiertransporte auffliegen. Wöchentlich wurden und werden illegal eingeführte Hundewelpen, aber auch Rassekatzen, Vögel und Reptilien aufgegriffen. Im Januar 2017 waren dies allein in Bayern über 20 Fälle! Ich bin der Meinung, dass Krimi immer schon Sozialkritik beinhalten durfte und wenn man so ein Thema mitten in einen spannenden Krimi einbettet, dann erreicht man Menschen,…