Sie sind allesamt gute, wenn nicht sehr gute, Skifahrer: Christoph Schrahe, Thomas Biersack und Stefan Herbke mögen es rasant und lieben auch die Herausforderung. Das prägt auch die Neuauflage ihrer „111 Skipisten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol, die man gefahren sein muss“. Traumpisten für Könner Viele Traumpisten für Kenner und Könner sind darunter wie die legendäre Kandahar in Crans Montana, deren Namen auf den britischen Feldmarschall Earl Roberts of Kandahar zurückgeht. Die Gletscherabfahrt Morteratsch bei St. Moritz, wo die spektakulären Eisskulpturen am Schwinden sind. Oder auch die Nebelhorn-Talabfahrt mit der schwarzen Piste im Zentrum. Freeriden mit Standfestigkeit Das ultimative Freeride-Erlebnis verspricht – allerdings nur nach Neuschnee – das Mittagstal an der Sella mit einer „furchterregenden Einfahrt. Auch die markierte Route Golden Power in Sportgastein fordert mit dem Steilhang „Golden Rush“ Standfestigkeit im Steilhang. Mehr Genuss Doch nicht alle müssen sich in Steilhänge stürzen: Selbst die gefürchtete Streif hat auch eine Familienabfahrt, die heikle Stellen umgeht. Und zu den schönsten Pistenvarianten am Gottesackerplateau des Ifen gehört die einfachste, die blaue Piste. Eher genussreich ist auch die neun Kilometer lange Armentarola-Abfahrt in den Dolomiten, die entlang gefrorener Wasserfälle und imposanter Felswände führt. Ganz ohne Schnee Auch jenseits der Alpen warten…
Mag sein, dass der Titel „Als ich gegen Stalin im Armdrücken gewann“ ein paar Leute mehr dazu bringt, das Buch von Fredy Gareis zu kaufen. Doch er lenkt in eine falsche Richtung. Die Reise des Autors von Nord nach Süd entlang „des neuen Eisernen Vorhangs“ ist nämlich so viel mehr als ein schnöder Reisebericht von den Hotspots der Selfie-Generation. Er ist eine in dieser Zeit aufrüttelnde und wichtige Lektion in Geschichte. Keine Lehren aus der Geschichte Denn was derzeit in der Ukraine passiert, war längst schon angelegt. Es hat sich immer wiederholt. Und dass trotz all der schlimmen Erfahrungen mit Deportation, Folter, Unterdrückung und Manipulation wieder viele Menschen von den Vorteilen autokratischer Regierungen schwafeln zeigt, wie geschichtsvergessen die Menschheit ist – auch bei uns. Der Dünger für neue Konflike Umso wichtiger ist ein Buch wie das des belesenen Fredy Gareis, das nicht als akademische Vorlesung daherkommt, sondern im Erzählmodus eines Reisenden, den man gern begleitet. Und sein Fazit sollte allen zu denken geben, die trotz der russischen Aggression und trotz des Zulaufs für rechtsradikale Parteien noch unbesorgt in die Zukunft schauen: „Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging und Europa blutend und geschunden am Boden lag, halfen ihr die Amerikaner…
Das Jane Austen Jahr geht bald zu Ende, aber wohl nicht der Hype um die englische Autorin, die heute mehr denn je gefeiert wird. Zu ihrer Zeit – sie wurde am 16. Dezember 1775 in Steventon geboren – hatte es die Tochter eines kunstsinnigen Pfarrers allerdings nicht ganz leicht, Anerkennung zu finden. Ihre ersten Bücher erschienen denn auch nicht unter ihrem Namen, sondern mit dem Hinweis „by a lady“. Bath und die Bälle Würde Jane Austen heute all die jungen Frauen sehen, die ihre Bücher lieben und die daraus entstandenen Filme oder auch die an Austens Welt angelehnte Netflix-Serie Bridgerton, sie würde sich wundern. Vielleicht würde sie sich auch über das Jane-Austen-Festival ausgerechnet im von ihre ungeliebten Bath freuen. Immerhin ging sie gern auf Bälle – und die gab’s im noblen Bath zuhauf. Bridgerton-Schauplätze Antje Gerstenecker hat sich auf die Spuren der Schriftstellerin begeben, aber in ihrem Buch auch die Bridgerton-Drehorte mit aufgenommen. Das ermöglicht es ihr, so manches Herrenhaus zu besichtigen oder auch das reizvolle Clovelly zu besuchen, ja sogar den Keira- Knightley-Felsen im Peak District aus der Verfilmung von „Stolz und Vorurteil“. Wo Jane Austen lebte Aber natürlich war Gerstenecker auch da, wo sich Jane Austens Leben abgespielt…
Da hat sich DuMont was Feines für die freien Tage über Weihnachten einfallen lassen: Fantastische Rätselreisen – Geschichten, Sudokos, Bilder- und Texträtsel, Quizfragen, Logeleien. Mit dem „Intergalaktischen Reisebüro“ geht‘s durch Raum und Zeit, zum Mond und wieder zurück. Und am Ende womöglich in eine Weltraum-Zukunft. Knifflige Aufgaben Über 200 Rätsel laden Freunde von Sputnik, Star Wars und Science Fiction dazu ein, ihre Kenntnisse zu Quantenphysik, Schwerkraft und Weltraum-Pionieren zu testen. Das kann ganz schön knifflig werden. Um Texte zu decodieren, aus einem Buchstabensalat Wörter zu formen oder um den Weg durch ein Labyrinth zu finden, braucht es Köpfchen, viel Allgemeinwissen und – hin und wieder – auch den Griff nach den Lösungen im hinteren Buchteil. Wie wär’s mit Klingonisch? Vielleicht hilft es aber auch, zusammen zu knobeln und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auf der Reise durchs All begegnet man alten Bekannten wie Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“), der Hündin Laika und Schrödingers Katze, ET und anderen Aliens, entdeckt neue Galaxien und alte Filme. Wer mag, kann sogar ein paar Brocken Klingonisch lernen. WA` heißt demnach „Gute Reise“ und die kann man allen wünschen, die sich über das Intergalaktische Reisebüro auf die fantastische Rätselreise durchs Universum begeben. Info …
Die Veranstalter wissen: Nur mit Hotel, Strand oder Pool sind die wenigsten Reisenden zufrieden zu stellen. Gefragt sind einmalige Erlebnisse, Wow-Momente, die man vielleicht nur einmal im Leben hat. Der Bildband „Jetzt. Hier. Perfekt“ widmet sich solchen außergewöhnlichen Momenten und hilft dabei, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Damit kommt er zum Jahresende genau richtig. Denn über die Weihnachtszeit planen viele ihre Reisen fürs kommende Jahr. Warum also nicht einmal, eine Reise rund um ein Erlebnis ins Auge fassen? Johannisfeuer und Indian Summer In dem schön illustrierten Band sind die unterschiedlichsten Wow-Momente versammelt. Manche haben religiöse Hintergründe wie die Semana Santa z.B. im spanischen Malaga, die Heilig-Blut-Prozession in Brügge, die Johannisfeuer in den bayerischen Alpen, aber auch das Holi-Fest im indischen Vrindovon oder der Tanz der Derwische im türkischen Konya. Andere kehren alljährlich mit den Jahreszeiten wieder: das japanische Kirschblütenfesten Hamani etwa, die Lavendelblüte in der Provence, der Indian Summer in Nordamerika, die Tulplenblüte im niederländischen Keukenhof. Karneval und Oktoberfest Auch der Karneval in Venedig oder in Rio, der Mardi Gras in New Orleans oder die Basler Fasnacht, der Viehabtrieb im Allgäu, das Oktoberfest in München oder das Naadam-Festival in der Mongolei sind solche wiederkehrenden Ereignisse, die sich…
Eis in allen Formen und Farben ist die Leidenschaft des Regensburger Naturfotografen Stephan Fürnrohr. Um das Wesen des Eises auf Fotografien festzuhalten, ist ihm kein Weg zu weit, keine Anstrengung zu groß. Stephan Fürnrohr ist nach eigenem Geständnis „süchtig nach der Arktis“. Das Ergebnis dieser Sucht zeigt eindrucksvoll der großformatige Bildband „Vom Wesen des Eises“, zu dem der vielfach ausgezeichnete Autor und Mitbegründer der „Photographers Against Wildlife Crime“ Keith Wilson das Vorwort geschrieben hat. Der Lebenszyklus des Eises Besonders fasziniert ist Fürnrohr von der grönländischen Westküste, die er auf die unterschiedlichste Art und Weise erkundet hat. Dabei kam ihm die Idee einer Bildergeschichte über den Lebenszyklus des Eises – vom Entstehen über die im Meer treibenden Eisberge bis zu ihrem Vergehen „im Licht der Sonne des arktischen Sommers“. Fürnrohr legt Wert darauf, dass es sich bei allen Fotos im Bildband um „unmanipulierte Naturaufnahmen“ handelt – ohne die Hilfe künstlicher Intelligenz. Eisberge im arktischen Licht Tatsächlich wirken vor allem die Nahaufnahmen teilweise fast abstrakt, grafisch, wie Schraffierungen oder Pinselstriche auf einer weißen Oberfläche. Später kommt Blau als Kontrast hinzu. Dann durchleuchtet das arktische Licht kristalline Skulpturen, ehe sich majestätische Eisberge vor blauem, goldenem, schwarzem und grauem Himmel abzeichnen. Schließlich zerbröseln sie…
Es gibt kaum Schöneres an trüben Wintertagen, als sich in Kissen zu kuscheln, in einem Buch zu blättern und sich in andere Gefilde, ja andere Welten und Zeiten, zu träumen. Für solche Reisen im Kopf ist kaum ein Medium besser geeignet als ein Buch. Wir haben unter den vielen Neuerscheinungen dieses Jahres wieder ganz besondere Bücher ausgesucht, die zum Lesen, Schauen und Staunen einladen – und die sich auch unter dem Weihnachtsbaum gut machen. Lassen Sie sich verführen! Bücherhimmel Als Hommage an die Kraft des Lesens sieht lonely planet den fast schon nostalgisch wirkenden Bildband „Bücherschätze“, der in Texten und Fotos 50 außergewöhnliche Bibliotheken in aller Welt vorstellt. Da gibt es in Idaho die wohl kleinste Bibliothek in einer Pappel, werden in Äthiopien Bücher zu Pferde zu den Lesenden gebracht, in Kolumbien auf Eseln und in Oregon mit der Fahrrad-Rikscha. Da ruhen bibliophile Schätze im Katharinenkloster in der Wüste Sinai, bewahrt die Arts Bank in Chicago historische Artefakte, während in der Future Library Manuskripte bekannter Autorinnen und Autoren stehen, die erst 2114 zu lesen sein sollen. Einige der Bibliotheken sind schon Geschichte oder in ihrer Existenz bedroht. Deshalb gibt es seit 2023 in den USA online die Bibliothek der Verbotenen…
„Rebellinnen zu Fuß“ ist viel mehr als die Geschichte des Wanderns aus Frauensicht. Anneke Lubkowitz beweist anhand von elf literarischen Wanderinnen, dass Frauen schon früh den Mut hatten, sich den Konventionen zu widersetzen und ihre eigenen Wege zu finden. Und während sie über Sophie von La Roche und Mary Shelley, über Mathilde Anneke und Annette von Droste-Hülshoff, über Bettina Brentano, Else Lasker-Schüler oder Simone de Beauvoir und Octavia Butler schreibt, ist sie selbst auch unterwegs, erspürt die Natur auf den Spuren ihrer „Heldinnen“. Wanderin über dem Nebelmeer Am liebsten würde Anneke Lubkowitz den berühmten Wanderer über dem Nebelmeer von Caspar David Friedrich durch eine Wanderin ersetzt sehen. Denn ihre literarischen Wanderinnen hatten durchaus das Zeug dazu, neue Wege zu beschreiten – entgegen aller Gepflogenheiten ihrer Zeit. Und so lernen die Lesenden auch unbekannte Seiten dieser weitgehend bekannten Schriftstellerinnen kennen. Frühe Bucket list Wir erfahren, dass Sophie von La Roche „keinem Mann nachtreten“, sondern ihre eigenen Erfahrungen machen wollte – auch wandernd. Wir lesen, dass für Bettina Brentano das Wandern Dichten ohne Worte war und das Abholzen alter Bäume ein unentschuldbares Sakrileg. Mary Shelley macht sich in ihrem Reisebericht „Streifzüge durch Deutschland“ über einen Engländer lustig, der dabei war, „seine sächsische…
Mallorca ist für viele schon so etwas wie der schönste Teil von Deutschland. Manche haben sich dauerhaft auf der Insel niedergelassen, andere kehren alle Jahre wieder auf ihr Lieblingsziel zurück. Brauchen sie da noch Tipps für Roadtrips? Der ADAC meint ja, nicht nur, weil es auch jede Menge Inselneulinge gibt. Die Insel-Vielfalt, da ist Autor Michael Johannes sicher, ist so groß, dass selbst langjährige Mallorca-Urlaubende nicht alles kennen können. Spektakuläre Haarnadelkurven Auch und gerade im Winter ohne die üblichen Touristenmassen entwickelt die Insel ihren ganz eigenen Charme. Diese Zeit der Ruhe und eher kühlen Temperaturen eignet sich auch für Erkundungsfahrten über die Insel, die nicht von Horden von Rennradlern ausgebremst werden wie auf den spektakulären Haarnadelkurven hinunter nach Sa Calobra. Stimmungsvolle Weihnachtsmärkte Und dann gibt es auch auf Mallorca stimmungsvolle Weihnachtsmärkte, etwa im Hafen von Portals Nous. Im Januar stehen mit dem 17. und 20. die Ehrentage der Heiligen Antonio und Sebastian an, die mit Feuerteufeln und Tanzgruppen gefeiert werden. Da ist Mallorca noch ganz bei sich, ehe sich zur Mandelblüte im Februar schon wieder die Touristensaison ankündigt. Kultur und Küche Neben fünf Touren, die jeweils in drei Etappen unterteilt sind und quer über die Insel führen, enthält das reich…
Der Fotograf Michael Martin ist schon viel herumgekommen in der Welt, und immer noch kann er sich für unsere Erde begeistern. Warum das so ist, versucht er auch Kindern zu erklären. Im ersten Band von „Unsere einzigartige Erde“ führte die Reise vom Nordpol bis in die Wüste Namib. Auch im zweiten Band geht es auf Weltreise – von Europa aus, einem zwar kleinen aber vielfältigen Kontinent. Das Glück der Europäer Der vielgereiste Michael Martin weiß, wie viel Glück die Menschen haben, die in Europa leben. Denn sie sind Tropenstürmen ausgesetzt, müssen sich nicht gegen Tropenkrankheiten zur Wehr setzen und leben meist auch nicht in Armut. Und doch drohen auch in dem reichen Deutschland Gefahren, wie Michael Martin zeigt. Und daran sind vor allem die Menschen schuld, die für ihren Wohlstand die Natur ausgebeutet haben. Das Ergebnis sind versiegelte Flächen und begradigte Flüsse, planierte Skipisten und schmelzende Gletscher. Wüste und Regenwald Ganz anders sieht es in der Sahara aus, dem Lieblingsziel des Fotografen. Mit neun Millionen Quadratkilometern ist die Sahara mehr als 25 Mal so groß wie Deutschland und eines der heißesten und trockensten Gebiete der Erde. Oder im Amazonas-Becken mit dem von Brandrodung bedrohten Regenwald. Auf der Weltreise, die weiter…