Sommer, Sonne, Reisezeit. Viele reisen innerhalb der europäischen Union und profitieren dabei vom Euro. Auch sonst hat die EU für Reisende einige Vorteile gebracht. Aber derzeit ist sie bedroht wie nie. Höchste Zeit, sich Gedanken zu machen, wie die EU die Krise überstehen kann. Dabei kann das Büchlein „Das beste Europa aller Zeiten“ von Katja Sinko und Peter Jelinek helfen. Die beiden haben so einige Ideen, die ohne große Systemreform umsetzbar wären. Ihr Ziel ist ambitioniert: Das beste Europa aller Zeiten. Sackgasse Nationalismus Aber wer will das nicht? Man sieht doch deutlich, wohin der Nationalismus führt – nicht nur in Russland. Wollen wir wieder neue Grenzen errichten und uns gegen die Nachbarn abschotten, mit denen wir Jahrzehnte friedlich zusammengelebt haben? Katja Sinko und Peter Jelinek sind sicher: „Ohne Brüssel und insbesondere das Europäische Parlament wären wir beim Klimaschutz, der liberalen Demokratie, unserem Wohlstand und unseren Rechten heute schließlich nicht da, wo wir sind.“ Allemannsrätt für alle Es lohnt sich also, sich für das beste Europa einzusetzen, und da könnten die einzelnen Staaten ihre eigenen Stärken einbringen: Estland die Digitalisierung, Luxemburg die kostenlose Mobilität, Skandinavien den Umgang mit der Natur. Dazu gehört auch das „Allemannsrätt“, das Skandinavienurlaubende schon lange schätzen. Allerdings…
Nein, diese „Foto Eskapaden in Deutschland“ sind kein Fotobuch für Selfie-Enthusiasten. Es geht nicht darum, nicht selbst so vorteilhaft wie möglich ins Bild zu setzen. Biggi Bauer und Florian Manuel Westermann wollen dazu ermuntern, die oft unerwartete Schönheit dieses Landes mit dem Handy oder dem Fotoapparat zu erkunden. Die viel diskutierte Künstliche Intelligenz bleibt dabei außen vor. Kreuz und quer durch Deutschland Die PhotoTravellers waren für das Buch kreuz und quer durch Deutschland unterwegs – am Meer ebenso wie in den Bergen. Sie haben Felsenlandschaften und Schluchten erkundet, das Wattenmeer und die Heide, Fachwerkstädtchen und Metropolen. Immer unter dem Gesichtspunkt, das Gesehene in besonders eindrucksvollen Fotografien festzuhalten. Tipps für die Highlights Wer es ihnen gleichtun will, kann die Tourbeschreibungen nutzen, die zu den abgebildeten Sehenswürdigkeiten führen.Die Fotografen sparen auch nicht mit Tipps, wie sich die Highlights am besten in Szene setzen lassen – durch neue Perspektiven, unterschiedliche Belichtungen, durch Spiegelungen und den Blick für Details. Wer außergewöhnliche Motive fotografieren will, muss nicht nur darauf achten, wo die Sonne steht, es gilt auch, Tagesrandzeiten zu nutzen wie die blaue Stunde in der Dämmerung. Das Motiv im Fokus Die 30 Foto Eskapaden sollen gewiss nicht dazu führen, dass Fotografen und Fotografinnen sich…
Wandern boomt, Weitwandern liegt im Trend. Und was kann es schöneres geben, als am Meer entlang zu wandern – den Wind in den Haaren, den Blicke in die Weite? In dem Bildband „Legendäre Küstenwanderungen in Europa“ versammelt lonely planet die schönsten Wege zwischen Süd und Nord, Ost und West. Pilgerwege und Götterpfad Pilgerwege sind darunter wie der Caminho Portugues da Costa, eine weniger begangene Variante des portugiesischen Jakobswegs, oder die Via della Costa in Italien. Historische Wege wie der Sentiereo degli Dei, der Götterweg entlang der Amalfiküste, der Causeway Coast Way in Nordirland oder der an den D-Day erinnernde Alte Zöllnerpfad in der Normandie. Von Insel zu Insel Einige Küstenwanderungen führen über Inseln wie die Via Apsyrtides, die Cres und Losinj in der Kvarner Bucht verbindet, oder der finnische Archipelago Trail, bei dem kostenlose Fährfahrten eingeplant sind. Andere laden dazu ein, eine besondere Insel gründlich zu erkunden wie die Inseltour Hiiumaa, die in Estland auf die Spur der Leuchttürme führt, oder der Camino Real de la Costa auf La Palma. Wattenmeer und Steilküste Viele Wege führen über Felsen und durch Schluchten, bei der Wanderung von Hallig zu Hallig dagegen geht‘s übers Wattenmeer. Die durchquerten Landschaften sind oft spektakulär wie auf…
Sie sind die, die man gern übersieht. Aber jetzt im Sommer sitzen sie gefühlt überall am Straßenrand, einen Becher vor sich mit ein paar Münzen drin. Junge Obdachlose. Auch sie sind oft Reisende, lassen sich treiben von einer Stadt in die andere, oft auch über die Grenzen. Mal mit Schlafsack und Zelt, oft nur mit Rucksack. Kobai Halstenberg hat ihre Geschichten in dem Buch „Wie Treibholz auf Asphalt“ gesammelt. Mehr Verständnis Wer mehr wissen will über diese jungen Menschen, über die Gründe ihrer Obdachlosigkeit, über ihre Vorstellungen vom Leben, sollte die eine oder andere Geschichte in diesem Büchlein lesen. Vielleicht kann die Lektüre dazu beitragen, mehr Verständnis für die jungen Leute aufzubringen, die ihren Lebensunterhalt mit Schnorren finanzieren. Die meisten kommen aus zerrütteten Familien, haben in der Schule Mobbing erlebt, sind ins Drogenmilieu oder in die Alkoholsucht abgerutscht. Dann blieb oft nur die Straße als Ausflucht – für viele so etwas wie Heimat. Die Erfahrungen mit anderen Obdachlosen sind widersprüchlich. Zusammenhalt und Manipulation Die einen sind voll des Lobes über den Zusammenhalt dieser Ausgegrenzten: „Ich habe mich jahrelang allein und unverstanden gefühlt und mit obdachlosen Menschen kannst du dich immer unterhalten, sie sind immer da und hören einem oft gerne…
Dass Reisen sich auch durch Social Media verändert hat, ist nichts Neues. Genauso wenig wie die Tatsache, dass Reisen durch Kriege, Krisen und Naturkatastrophen bedroht ist. „Travel ist broken“ hat der Journalist Philipp Laage sein nachdenkliches Buch überschrieben, in dem er mit vielem abrechnet, was heute mit Reisen in Verbindung gebracht wird. Overtourism etwa, Umweltzerstörung, Klimakrise, eine durchtouristifizierte Welt. Doch Laage will das Reisen nicht verteufeln, er plädiert vielmehr für eine andere Art des Reisens: Eine andere Haltung „Vielleicht ist es an der Zeit, Reisen weniger als Beweis eines geilen Lebens zu begreifen, sondern wieder mehr als Chance und Möglichkeit, sich von der Welt berühren zu lassen. Wie wäre es , sich ganz aus der Logik der Vergleiche der Erlebnis-Performance zu lösen? Wir könnten mit einer anderen Haltung durch die Welt gehen. Das wäre nicht nur entspannter, sondern auch ehrlicher gegenüber den Bereisten – und uns selbst.“ Laage hat für sein Buch viel recherchiert, zitiert Soziologen, Psychologen, Tourismusforscher und Influencer, der Anhang dazu ist entsprechend lang. Der Journalist findet auch schöne Sätze zur Verteidigung des Reisens wie: „Eine Reise ist eine der letzten Möglichkeiten, sich aus der eigenen Biographie zu befreien…Das Reisen schürt Sehnsucht nach dem Leben, wie es sein…
Im Jubiläumsjahr der USA will diese 250 Jahre umspannende Anthologie „retten, was noch zu retten ist“. Mit dem Zitat von Martin Luther King „I have a dream“ lädt sie dazu ein, die USA in diesen trüben Zeiten noch einmal ganz neu zu entdecken – als Heimat politischer Ideale und prägender Gedanken, dichterischer Inspiration und Spiritualität, der freien Rede und der Kunst des Geschichtenerzählens. Die ganze Widersprüchlichkeit Die Herausgeber Stefan Wagner und Horst Lauinger betrachten ihr dickes Buch als „Roadtrip in Texten“. Die USA hätten den Wandel stets als Verheißung verstanden, heißt es im Nachwort, „den Aufbruch zu neuen Ufern als Mission“. Die Anthologie zeige die USA, die den 4. Juli 1776 als ihr Gründungsdatum sehen, „in ihrer ganzen funkelnden, düsteren, begeisternden, befremdenden, abstoßenden und immer faszinierenden Widersprüchlichkeit“. Vom Recht auf Freiheit Dazu tragen die unterschiedlichsten Texte bei – Briefe, Gedichte, Reportagen, Songs, Kurzgeschichten. Es sind nicht nur die großen Namen, die hier versammelt sind. Viele noch unbekannte Autorinnen und Autoren lassen sich in dem Buch entdecken. Aber natürlich beginnt alles mit der Unabhängigkeitserklärung von Thomas Jefferson, die zwar postuliert, dass alle Menschen gleich geschaffen sind und das Recht auf Freiheit haben. Das freilich wird über lange Zeit den Native Americans…
Sieben Kontinente und zehn Weltwunder in 80 Tagen zu bereisen ist schon eine Herausforderung. Erst recht für zwei Frauen, die zu ihrem 80. Geburtstag auf die Idee kamen, sich auf die Spuren von Jules Verne und Phileas Fogg zu begeben. Corona machte Eleanor Hamby und Sandra Hazelip einen Strich durch die Rechnung. Aber schon ein Jahr später brachen die beiden Freundinnen dann doch zu ihrem größten Abenteuer auf und setzten damit neue Maßstäbe für Reisen im Alter: “Eine Weltumrundung”, schreiben sie selbstsicher in ihrem Buch “The Traveling Nanas”, “war das eindeutige Gegenteil von den Rollatortouren zweier buckliger alter Ladys”. Jenseits der Alters-Klischees Tatsächlich sind Ellie, die Fotografin, und Sandy, die Ärztin, in vielem das Gegenteil beliebter Klischees über tattrige Seniorinnen. Selbstbewusst gehen die beiden engen Freundinnen ihren großen Plan an, wenn möglich den Zug statt das Flugzeug zu wählen und in ortsüblichen Unterkünften den Menschen und der Kultur der jeweiligen Länder nahe zu kommen. Dazu muss man wissen, dass Ellie und Sandy über die Zambia Medical Mission und auf weiten Reisen mit ihren Männern schon einige Auslandserfahrung gesammelt hatten. Für die befreundeten Witwen war die Weltumrundung aber eine neue Erfahrung. Wobei beide mit großer Neugierde, viel Optimismus und ebenso viel…
„Wasser.Felsen.Wut“ heißt das Buch von Sara Pütter, in dem sie ihren Weg zu sich in Kanadas Wildnis beschreibt. Wie so viele junge Menschen fühlte sich Sara eingeengt in den gesellschaftlichen Regeln. Sie wollte eine Vergangenheit zurücklassen, die sie für ihre Unzufriedenheit und ihre latente Wut verantwortlich machte. Der Unfalltod ihrer Schwester und der Zerfall der Familie hatten tiefe Narben hinterlassen. Sara fühlt sich ungeliebt, scheitert an den Ansprüchen des Berufslebens. Aufbruch in die Wildnis Sie ist fest entschlossen, etwas daran zu ändern – auf einer Reise zu sich selbst. Das Ziel Kanada erfüllt zunächst alle Wunschvorstellungen, ändert aber kaum etwas an der seelischen Verfassung der jungen Frau. Doch dann bekommt sie ein Angebot, dem sie nicht widerstehen kann und will: Der charismatische, doppelt so alte Jack bietet ihr an, ihn und seinen Neffen zu einem Jagdabenteuer in die menschenleere Wildnis British Columbias zu begleiten. Unberechenbare Natur Gemeinsam mit den beiden Männern quält sie sich durch Fels und Eis, kämpft sich mit dem Kanu durch tosende Flüsse und taucht ein in eine archaische Welt jenseits aller menschlichen Regeln. Die Natur ist so umwerfend wie unberechenbar. Auch das Miteinander wird zur Zerreißprobe. Sara fühlt sich Jack ausgeliefert, ist hin- und hergerissen zwischen…
Endlich Ruhestand und dann? Bleibt das Fernweh oder ist man reisesatt? Und reicht die Rente überhaupt für große Sprünge auf Reisen? Weil viele der heutigen Ruheständler auch im Alter gern auf Reisen gehen, gibt es jetzt eine „Bucketlist für den Ruhestand“ mit den „50 besten Reisezielen weltweit“. Wer also nach dem letzten Arbeitstag schon die nächste Reise plant und bei all den Möglichkeiten den Überblick verliert, kann sich hier Inspiration holen. Nah dran am Ziel Die Tipps führen in die weite Welt – nach Patagonien oder Neuseeland etwa. Aber es sind auch 15 Ziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz dabei, für alle, die im Alter nicht mehr in ein Flugzeug steigen wollen. Ob in Ostfriesland oder im Allgäu, im Harz oder im Engadin, am Vierwaldstätter See oder in der Lüneburger Heide – es locken Entspannung oder auch die Entdeckung besonders schöner Natur. Dazu gibt es jeweils sechs besondere Tipps dazu, was man machen kann oder anschauen soll. Einladendes Europa Darf es etwas weiter weg sein? Dann kommen die 25 Europa-Ziele infrage: Island etwa für die Abenteurer unter den Älteren, das Baltikum oder Cornwall zum Entspannen, Amsterdam oder Paris für alle, die gerne in Weltstädten bummeln gehen. Ob sich die…
Natürlich gehört Beckenbauers Bolzplatz in München Giesing zu den Verrückten Fußball-Orten, die Marco Polo in der Reihe „Guck mal“ vorstellt. Ebenso wie das Fritz Walter Stadion in Kaiserslautern, das Maracanã-Stadion in Rio oder die Maradona Murals in Neapel. Legendäre Orte. Und im Jahr der Fußball-WM, die vom 11. Juni bis zum 17. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, ist das Interesse der Fans an Fußballorten natürlich besonders groß. WM Eröffnung und Finale Da darf das Aztekenstadion in Mexico City nicht fehlen. Denn hier findet das Eröffnungsspiel statt. Auch nicht das Metlife Stadium in New Jersey/New York, wo das Finale geplant ist. Aber die Fußballwelt ist ja groß und steckt voller Geschichten. Fußball auf der Höhe Wer weiß schon, dass Diego Maradona sein erstes Spiel in Europa in Meppen absolvierte, im Dress des FC Barcelona? Der Sportreporter Lars Sittig hat in dem „Reiseführer für Neugierige“ nicht nur legendäre Fussball-Orte versammelt. Auch Orte, die eine besondere Lage auszeichnet, sind dabei: Deutschlands entlegenstes Stadion auf Helgoland. Der höchstgelegene Sportplatz Europas in Gspon in der Schweiz. Der Ko Panyi Floating Pitch in Thailand – tatsächlich ein schwimmender Fußballplatz. Buckelpiste statt Rasen Es gibt noch mehr Kuriositäten in dem Guide. Das Atatürk Spor…