Lesend auf Reisen gehen
Reisebücher , Rezensionen / 22. November 2022

„Wir können nicht ruhig zu Hause sitzen. Das liegt in unserer Natur“, schreibt John McMurtrie im Vorwort zu dem fabelhaften Bildband „In 80 Büchern um die Welt“. Der Lebensweg als Reise hat die Fantasie der Dichter seit Urzeiten beflügelt – von Homers Odyssee bis zur Migration in unserer Zeit. Von Robinson bis Dracula Mit den in dem Band versammelten Büchern dringen die Lesenden „in alle Winkel“ der Erde vor, begleiten Huck Finn auf dem Mississippi, Robinson Crusoe auf seiner Insel, Don Quichotte in der Mancha, Dracula auf seinen blutigen Beutezügen oder Jack Kerouac beim Unterwegssein. Literaturforschende haben die Auswahl zusammengestellt und sich mit dem Reise-Kern der Bücher auseinandergesetzt. Über den Horizont hinaus So gehen die Lesenden nicht nur auf Reisen im Kopf, wozu die zahlreichen Illustrationen einladen – sie erfahren auch viel über die Bücher und ihre Autoren. Über John Steinbeck und „Die Früchte des Zorns“, wo schon Probleme wie Umweltzerstörung, Völkerwanderung und Obdachlosigkeit thematisiert werden. Über Jules Vernes „Reise um die Erde in 80 Tagen“ mit der Botschaft „Reisen erweitert den Horizont“. Oder über Yann Martels „Schiffbruch mit Tiger“, eine fantastische Geschichte über Erwachsenwerden, Überbevölkerung und den Konflikt zwischen Mensch und Tier. Entdeckungen im Lehnstuhl Schließlich auch zu Wolfgang…

Rollentausch auf Reisen
Rezensionen / 1. Dezember 2018

Jules Verne ließ seinen Phileas Fogg in 80 Tagen die Welt umrunden: Tobi und Alexandra schaffen das in 8 Tagen.  Und das kam so:  Ausgerechnet Alexandra, die Tobi nicht nur als Torwart, sondern auch bei den Schulnoten aussticht, bietet ihm eine Wetter an.  Sie würden in 8 Tagen um die Welt reisen  – mit den Freimeilen ihres Vaters und dessen Kreditkarte. Und Tobi lässt sich das Abenteuer nicht entgehen. Erste Lektionen über das Fliegen Ein Abenteuer wird Tobis erste Flugreise dann tatsächlich, Tobi lernt Flughäfen kennen und allerhand über das Fliegen. Da erweist sich Alexandra, Tochter eines Flugkapitäns und einer Flugbegleiterin als versierte Vielfliegerin.  Sie weiß auch, dass man auf Flughäfen keine Päckchen von fremden Personen annimmt,  auch wenn die noch so sympathisch wirken.  Und Tobi staunt und staunt.  Sogar in der Business fliegen die beiden zwischendurch.  Aber dann geht doch einiges schief, die beiden stranden auf den Azoren – ohne Kreditkarte und ohne Flieger. Jetzt wird Tobi zum Helden Und plötzlich wird Tobi zum Helden.  Er entdeckt die Macht von Social Media: „An den Likes konnte man sehen, dass die Delfine die Besucherzahlen meines Blogs noch einmal in die Höhe getrieben hatten. Delfine waren scheinbar noch besser als katzenfotos,…