Die Veranstalter wissen: Nur mit Hotel, Strand oder Pool sind die wenigsten Reisenden zufrieden zu stellen. Gefragt sind einmalige Erlebnisse, Wow-Momente, die man vielleicht nur einmal im Leben hat. Der Bildband „Jetzt. Hier. Perfekt“ widmet sich solchen außergewöhnlichen Momenten und hilft dabei, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Damit kommt er zum Jahresende genau richtig. Denn über die Weihnachtszeit planen viele ihre Reisen fürs kommende Jahr. Warum also nicht einmal, eine Reise rund um ein Erlebnis ins Auge fassen? Johannisfeuer und Indian Summer In dem schön illustrierten Band sind die unterschiedlichsten Wow-Momente versammelt. Manche haben religiöse Hintergründe wie die Semana Santa z.B. im spanischen Malaga, die Heilig-Blut-Prozession in Brügge, die Johannisfeuer in den bayerischen Alpen, aber auch das Holi-Fest im indischen Vrindovon oder der Tanz der Derwische im türkischen Konya. Andere kehren alljährlich mit den Jahreszeiten wieder: das japanische Kirschblütenfesten Hamani etwa, die Lavendelblüte in der Provence, der Indian Summer in Nordamerika, die Tulplenblüte im niederländischen Keukenhof. Karneval und Oktoberfest Auch der Karneval in Venedig oder in Rio, der Mardi Gras in New Orleans oder die Basler Fasnacht, der Viehabtrieb im Allgäu, das Oktoberfest in München oder das Naadam-Festival in der Mongolei sind solche wiederkehrenden Ereignisse, die sich…
Eis in allen Formen und Farben ist die Leidenschaft des Regensburger Naturfotografen Stephan Fürnrohr. Um das Wesen des Eises auf Fotografien festzuhalten, ist ihm kein Weg zu weit, keine Anstrengung zu groß. Stephan Fürnrohr ist nach eigenem Geständnis „süchtig nach der Arktis“. Das Ergebnis dieser Sucht zeigt eindrucksvoll der großformatige Bildband „Vom Wesen des Eises“, zu dem der vielfach ausgezeichnete Autor und Mitbegründer der „Photographers Against Wildlife Crime“ Keith Wilson das Vorwort geschrieben hat. Der Lebenszyklus des Eises Besonders fasziniert ist Fürnrohr von der grönländischen Westküste, die er auf die unterschiedlichste Art und Weise erkundet hat. Dabei kam ihm die Idee einer Bildergeschichte über den Lebenszyklus des Eises – vom Entstehen über die im Meer treibenden Eisberge bis zu ihrem Vergehen „im Licht der Sonne des arktischen Sommers“. Fürnrohr legt Wert darauf, dass es sich bei allen Fotos im Bildband um „unmanipulierte Naturaufnahmen“ handelt – ohne die Hilfe künstlicher Intelligenz. Eisberge im arktischen Licht Tatsächlich wirken vor allem die Nahaufnahmen teilweise fast abstrakt, grafisch, wie Schraffierungen oder Pinselstriche auf einer weißen Oberfläche. Später kommt Blau als Kontrast hinzu. Dann durchleuchtet das arktische Licht kristalline Skulpturen, ehe sich majestätische Eisberge vor blauem, goldenem, schwarzem und grauem Himmel abzeichnen. Schließlich zerbröseln sie…
Es gibt kaum Schöneres an trüben Wintertagen, als sich in Kissen zu kuscheln, in einem Buch zu blättern und sich in andere Gefilde, ja andere Welten und Zeiten, zu träumen. Für solche Reisen im Kopf ist kaum ein Medium besser geeignet als ein Buch. Wir haben unter den vielen Neuerscheinungen dieses Jahres wieder ganz besondere Bücher ausgesucht, die zum Lesen, Schauen und Staunen einladen – und die sich auch unter dem Weihnachtsbaum gut machen. Lassen Sie sich verführen! Bücherhimmel Als Hommage an die Kraft des Lesens sieht lonely planet den fast schon nostalgisch wirkenden Bildband „Bücherschätze“, der in Texten und Fotos 50 außergewöhnliche Bibliotheken in aller Welt vorstellt. Da gibt es in Idaho die wohl kleinste Bibliothek in einer Pappel, werden in Äthiopien Bücher zu Pferde zu den Lesenden gebracht, in Kolumbien auf Eseln und in Oregon mit der Fahrrad-Rikscha. Da ruhen bibliophile Schätze im Katharinenkloster in der Wüste Sinai, bewahrt die Arts Bank in Chicago historische Artefakte, während in der Future Library Manuskripte bekannter Autorinnen und Autoren stehen, die erst 2114 zu lesen sein sollen. Einige der Bibliotheken sind schon Geschichte oder in ihrer Existenz bedroht. Deshalb gibt es seit 2023 in den USA online die Bibliothek der Verbotenen…
Die Sonne strahlt von einem blauen Himmel, die Magnolien haben ihre prächtigen Blüten geöffnet. Gärten und Parks blühen auf. Wie Gärtnerinnen und Gartenarchitekten die Landschaft verändern, zeigt der Bildband „Europas grüne Paradiese“ an unterschiedlichsten Beispielen. Ganz oben im Norden, im isländischen Akureyri haben die Frauen Ackerland in den ersten botanischen Garten Islands verwandelt: Lystigardur, nur 50 Kilometer vom Polarkreis entfernt, ist einer der nördlichsten Botanischen Gärten der Welt. Linné-Garten und Giftgarten Und dem Mann, der mit seinem Klassifizierungssystem für Pflanzen die Botanik entscheidend geprägt und an der Universität von Uppsala unterrichtet hat hat, ist der älteste Botanische Garten Schwedens gewidmet: Im Linné-Garten wachsen über 1000 verschiedene Pflanzenarten. Carl von Linné wäre begeistert. Doch man kann nicht allen Pflanzen vertrauen. Im „gefährlichsten Garten der Welt“, dem Poison Garden (Giftgarten) in Alnwick Garden in England sind die toxischen Gewächse versammelt – Schwarze Tollkirsche, Blauer Eisenhut, Riesen-Bärenklau. Kew Gardens und Keukenhof Ein Garten der Superlative und Weltnaturerbe ist ebenfalls in England zu finden: Kew Gardens oder Royal Botanic Gardens in Kew verfügt über die größte Pflanzensammlung der Welt. Auch ein Name, den man kennt, ist der holländische Keukenhof, der mit seiner Tulpenpracht als schönster Frühlingspark der Welt gilt. Monets Seerosen und Gaudis Park…
„Die Geschichte der Astronomie ist die Geschichte von den sich weitenden Horizonten“, das Zitat von Edwin Hubble im Vorwort zu dem Bildband „Licht aus – Himmel an!“ macht Lust auf die sich weitenden Horizonte auf den nächsten 280 Seiten. Sterngucker können sich auf fantastische Himmelsfotos freuen. Refugium des dunklen Himmels Es beginnt schon spektakulär mit den Polarlichtern am Gletschersee Jökulsarlon auf Island, gefolgt mit vielen Tipps für Ausflüge auf der Insel, die nach Meinung der Autoren „ein Refugium des dunklen Himmels“ ist. Das gilt wohl auch für die norwegischen Lofoten, die weit genug von Städten entfernt sind, um keine Lichtverschmutzung zu haben. Hier oben im Norden – Norwegen, Schweden, Finnland – ist auch das Reich der Mitternachtssonne und der weißen Nächte im Sommer. Auf den Fotografien konkurrieren Polarlichter mit fantastischen Aufnahmen vom Sternenhimmel um den besten Eindruck. Schutz vor Lichtverschmutzung In Dänemark ist die Gezeiteninsel Mandø seit diesem Jahr Dark Sky Park und damit so weit wie möglich vor Lichtverschmutzung geschützt. Denn je heller es ist, desto weniger Sterne sind zu sehen. Aus diesem Grund gibt es die Initiative der Dark Sky Parks. 1999 wurde das erste Lichtschutzgebiet in Kanada eingerichtet, und 2007 beschloss die Unesco die Etablierung von „Starlight…
Die Unterwegs-Reihe aus dem Kunth-Verlag kombiniert erfolgreich Bildband, Reiseführer und Atlas. Das gilt auch für die neue Ausgabe „Unterwegs von Slowenien bis Albanien“, die dazu einlädt, den West-Balkan zu entdecken. Umso mehr, als viele der beschriebenen Gegenden bisher von Massentourismus verschont sind. Zum Beispiel Albanien, das nicht nur mit einer großartigen Natur aufwartet, sondern auch mit einer interessanten Geschichte, die bis ins vierte Jahrtausend v. Chr. zurückreicht. Entdeckungen in Albanien Die in den Fels gehauenen Königsgräber der Illyrer nahe Lin unweit des Ohrid-Sees könnten bald Unesco-Weltkulturerbe werden. Dann ist es aus mit dem Geheimtipp. Auch aus der jüngsten Vergangenheit gibt es in Albanien einiges zu entdecken. Noch relativ unbekannt ist die große Pilgerfahrt zum Grabmal des Abbas Ali auf dem Gipfel des Bergs Tomorr am 15. August, ein Volks- und Schlachtfest. Und wer in die Ära des Diktators Enver Hoxha eintauchen will, sollte in Tirana das Museum Bunk‘Art besuchen. Ein besonderes Erlebnis ist sicher eine Nacht in so einem Bunker aus der Zeit Enver Hoxhas am Skutari-See. Der Tourismus ist dabei, Albanien zu verändern. Es besteht die Gefahr, dass alte Traditionen verschwinden wie die der burmesha, der „eingeschworenen Jungfrauen“, die nach dem Tod des Vaters wie ein Mann leben aber…
Kaum ein Urlaubsland ruft so viele nostalgische Erinnerungen wach wie „Bella Italia“. Der Bildband „Heute so schön wie damals“ frönt dieser Nostalgie und lädt dazu ein, in Bildern und Texten auf Zeitreise zu gehen. 75 Orte zwischen Südtirol und Sizilien hat der Verlag für seine Retro-Reisen ausgesucht und beschert so ein wehmütig-schönes Wiedersehen mit Sehnsuchtsorten wie Grado, Portofino, Rimini, Florenz oder Taormina. Noch mehr Nostalgie verspricht der Soundtrack zum Buch, zu hören über die Spotify-App. Schlangen auf dem Brenner Und schon geht die Reise los – natürlich über den Brenner, seit alter Zeit das „Tor zu Italien“. In den 1950er Jahren mussten die sonnenhungrigen Urlauber allerdings noch am Brenner vor der Grenzkontrolle Schlange stehen, ehe sie hinunter rauschen konnten in die Täler unter den sagenumwobenen Dolomiten. Beim Törggelen im Herbst können sich die Gäste fühlen wie früher – es gibt jungen Wein, Keschtn (heiße Maroni) und Speck. Auch beim Einkaufen auf dem Bozener Obstmarkt könnte man sich in alte Zeiten zurück versetzt fühlen. Der Geschmack Italiens Überhaupt das Essen. Die italienische Küche hat zwar längst bei uns Einzug gehalten, aber natürlich schmeckt sie in ihrem Ursprungsland am besten – ob das Schüttelbrot in Südtirol, das Costoletta à la Milanese in…
Reisen war lange Zeit in unseren Breiten eine Selbstverständlichkeit. Doch dann kam Corona, und nichts war mehr wie gewohnt. Einreiseverbote, Impfgebote, Maskenpflicht – das Reisen wurde beschwerlicher. Inzwischen sieht es so aus, als käme die alte Reisefreiheit zurück. Doch was ist mit dem Klimawandel, was mit dem Krieg in der Ukraine, der Inflation und was mit möglichen neuen Corona-Varianten? Was immer geht – auch in problematischen Zeiten – sind Reisen im Kopf. Und dazu laden die Bücher ein, die wir aus dem großen Angebot ausgesucht haben. Ob Nostalgiker, Naturfreundin, Wanderer, Fotografin oder Globetrotter – für jeden ist was dabei. Vom Zauber des Lichts German Roamers, das ist eine Community deutscher Landschafts- und Outdoor-Fotografierender. Für den Bildband „Eine Reise mit dem Licht durch Deutschland“ haben sie bekannte und unbekannte Orte zu verschiedenen Tageszeiten und in unterschiedlichster Beleuchtung fotografiert – zwischen Morgen- und Nachtlicht. Das Leipheimer Moos im Nebel etwa, die ersten von Bäumen gefilterten Sonnenstrahlen im Taunus, Nebelschleier am Allgäuer Bannwaldsee, vergoldete Hügel in der Pfalz, ein Wintermorgen in Berlin und viele, viele Sonnenaufgänge. Das Licht verwandelt das Vertraute, Sonnen- und Mondaufgänge lassen Gewohntes magisch erscheinen. Aber auch Tageslicht kann verzaubern, wenn man weiß, wie man harte Schatten vermeidet. Tipps für…