Lupus Noctis: Spiel mit dem Tod

7. November 2022

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet das friedliche Gunzenhausen Schauplatz eines spannenden Thrillers werden könnte? Melissa C. Hill und Anja Stapor sind in Gunzenhausen aufgewachsen und sie haben vor Ort den perfekten Schauplatz für ihren gemeinsamen Erstling „Lupus Noctis“ gefunden – das unterirdische Hilfskrankenhaus. Für Melissa C. Hill „der Stoff, aus dem Alpträume gemacht sind“. Ihr Thriller zeigt, wie aus einem Spiel ein Alptraum werden kann.

Sechs Freunde im Bunker

Sie sind beste Freunde und freuen sich auf ein gemeinsames Spielabenteuer: Theo, Lena, Jakob, Eileen, Marcel und – neu dabei – Josephine, Theos Nachhilfeschülerin. Das Rollenspiel  Lupus Noctis verspricht diesmal ein ganz besonderes Abenteuer, denn es geht in ein verlassenes Bunkerkrankenhaus in Gunzenhausen.

Ein böses Spiel

Doch aus dem Spiel um Werwölfe und ihre Opfer wird diesmal blutiger Ernst. Die sechs Jugendlichen müssen bald erkennen, dass es um mehr geht als um eine Kerze als Lebenslicht. Der Schlüssel zum rettenden Ausgang verschwindet, das Licht erlischt. Ist noch jemand mit ihnen unter der Erde? Oder schlimmer noch: Ist jemand unter ihnen, der in diesem bösen Spiel die Fäden zieht?

Wechselnde Perspektiven

Melissa C. Hill und Anja Stapor lassen in  Lupus Noctis  die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. Die beiden Autorinnen haben die Charaktere untereinander aufgeteilt. Zu den sechs Jugendlichen im Bunker kommt noch Hanan, die eigentlich zur Gruppe gehört aber verhindert war.  Durch die wechselnden Perspektiven wird das Grauen, das die Jugendlichen im Bunker heimsucht, wird die Sache noch spannender.  Lange bleibt unklar, was tatsächlich geschieht, wer hier über Tod und Leben entscheidet

Alle sind verdächtig

Auch wenn der Anfang mit den Spielrunden etwas lang geraten ist, nimmt die Geschichte dann doch Fahrt auf und die Lesenden gefangen. Es wird ziemlich gruselig, und bald verdächtigt jede jeden. Was gut schien ist auf einmal böse, und wo Liebe war, ist plötzlich Hass. Dunkle Geheimnisse kommen ans Licht, und trotzdem dauert es, bis klar wird, wer das Spiel in eine Falle verwandelt hat. Nichts für schwache Nerven!

Info
Melissa C. Hill/Anja Stapor. Lupus Noctis, Dressler, 414 S., 15 Euro

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