Waldabenteuer

13. November 2020

Der Wald ist wild, in dem die Schüler von Miss Cornfield aus der Schule der magischen Tiere  ein Erlebniswochenende verbringen. Aber die meisten von Elisas Mitschülern haben damit keine Probleme. Schließlich haben sie ja ihre magischen Tiere dabei. Nur Elisa hat noch keines. Das macht sie traurig, auch weil sie gerade zu Hause Stress hat. Sie hat ihren Bruder Mortimer erwischt, wie er aus dem Geldbeutel ihrer Mama Geld genommen hat. Soll sie ihn verpetzen? Aber dann können sie und Mortimer keine Freunde mehr sein!

Ein guter Freund

Der Kummer lastet schwer auf Elisas Seele. Nur gut, dass der Neue in der Klasse, Oliver, so verständnisvoll ist. Mit ihm kann sie über (fast) alles reden. Trotzdem merkt die Lehrerin, dass Elisa Probleme hat. Vielleicht fehlt ihr einfach ein eigenes magisches Tier, denkt sie und wendet sich an Mr. Mortimer Morrisons magische Tierhandlung. Doch so einfach ist es nicht, für jedes Kind das richtige magische Tier zu finden. Da muss schon alles passen. Nur so können Tier und Mensch Freunde auf Lebenszeit werden.

Ein magisches Tier für Elisa

Und für Elisa hat Mr. Morrison noch kein passendes Tier gefunden. Aber dann erleben die Kinder und ihre magischen Tiere im Wald ein richtiges, gefährliches Abenteuer. Es kommt sogar zu einer Konferenz der Tiere. Und endlich bekommt auch Elisa ihr magisches Tier – und der Familienstreit endet mit allgemeiner Versöhnung.
Auch Band 11 von Margit Auers „Die Schule der magischen Tiere“ ist spannend zu lesen. Es scheint, als ginge der Autorin der Stoff nicht so schnell aus – und Oliver hat ja auch noch kein magisches Tier…

Hineingelesen…

… in den wilden Wald

Miss Cornfield guckte streng. „Psst! Wir machen hier eine kurze Pause und beobachten die Natur. Dafür muss es aber leise sein!“ Dann schüttelte sie decken aus ihrem Rucksack, auf die sich die Kinder und Tiere legen durften.
Sie selbst zog ihren Samtmantel aus und bettete ihren Kopf darauf. So lauschten sie eine ganze Weile der heraufziehenden Nacht. Grillen zirpten. Irgendwo schrie ein Käuzchen.
Und dann, ganz plötzlich, zwitscherte jemand die Tonleiter rauf und runter.
Miss Cornfield lächelte. „Eine Nachtigall! Wie schön!“
Als der Gesang verstummt war, traute sich niemand, ein Wort zu sagen.
Pfff! Ein lauter Pups durchbrach die Stille und alle brachen in Gelächter aus. Peperoni guckte verlegen.
„Lasst uns zurückgehen!“ sagte Miss Cornfield, als die Kinder sich wieder beruhigt hatten.
In Zweierreihen wanderten sie ins Camp.
Diesmal waren alle leise. Eine zauberhafte Stimmung lag in der Luft.
„Schade“, sagte Elisa, als die Hütten in Sicht kamen. „Ich hätte noch ewig weiterlaufen können. Im Wald gibt es so viele Geheimnisse! Am liebsten würde ich sie alle lösen! Wer ist dort zu Hause, worüber sprechen die Waldtiere, streiten sie sich manchmal oder treffen sie sich nachts zum Nüssesammeln…“ Ihr Gesichtsausdruck wurde weich und träumerisch.
„Du bist eben ein Waldmädchen!“ Oliver deutete auf ihre grünen Haarsträhnen. Wenn du groß bist, wirst du Holzfällerin in Kanada. Oder Tierstimmen-Nachmacherin!“
Sie lächelte. „Keine schlechte Idee“.
Info: Margit Auer. Die Schule der Magischen Tiere – Wilder, wilder Wald, mit Bildern von Nana Dulleck, Carlsen, 248 S., 12 Euro, ab 8

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