Zum Fotografieren schön
Allgemein / 16. September 2026

Spätsommer und Herbst sind wunderbar geeignet zum Wandern aber auch zum Entdecken von Städten. Und das Licht ist so weich wie nie im Hochsommer, ideal für schöne Fotos. Norditalien ist buchstäblich bildschön – von den Dolomiten über den Gardasee bis Venedig. Mit den Foto-Eskapaden von Sylvia Pollex und Thomas Rötting lassen sich auch ganz besondere Foto-Spots entdecken. Nein, nicht die üblichen Hotspots, bei denen Selfie-Fans Schlange stehen, sondern zauberhafte Fleckchen, die oft gar nicht so einfach zu erreichen sind. Urlärchen im Ultental Es geht hinaus in die Natur zu den Lärchenwäldern des Ultentals mit Urlärchen, die Hunderte von Jahren alt sind. Im Oktober färben sich die Nadeln, die später abgeworfen werden, flammendrot. Das außergewöhnliche Naturschauspiel lässt sich bei einer Tagestour ausgiebig genießen, Foto-Ausbeute garantiert. Eine ganz andere Landschaft kann man bei einer ganztägigen Radtour im Po-Delta erkunden. Hier, wo das Land endet und das Meer beginnt, lockt ein Naturerlebnis fern der Zivilisation mit Lagunen, Feuchtgebieten – und Flamingos. Viele der scheuen Vögel überwintern im Delta, schönste Motive für Fotografinnen und Fotografen. Chioggia statt Venedig Die gibt‘s natürlich auch in einer der meist fotografierten Städte der Welt, in Venedig. Aber selbst in der Lagunenstadt kann man ganz besondere Fotos machen, Spiegelungen…

Wochenend‘ und Wanderlust
Allgemein / 1. September 2026

Die große Hitze scheint vorbei. Der Regen hat Abkühlung gebracht. Das ist gut, wenn man wandern will. Und Deutschland ist ein wanderbares Land – besonders im Spätsommer und im Herbst. DuMont bündelt 18 entspannte Wander-Wochenenden in Nord und Süd, in Ost und West. Sie alle sind für jeweils zwei Tage konzipiert, aber jedes Wander-Wochenende ist einzigartig. Kurzweil und Pausen Ganz gleich ob es durch die Lüneburger Heide geht, durchs Münsterland oder durchs Voralpenland. Immer ist reichlich Zeit für Entdeckungen am Wegrand, für genussvolle Pausen und spannende Begegnungen. Bei vielen Wanderungen laden Seen oder Bäche zur Abkühlung, Museen erzählen Geschichte, Felsen und Steige bieten Herausforderungen. Das alles lässt sich locker in die Wanderungen einbauen ebenso wie erholsame Pausen bei Picknick oder Einkehr. Denn die Wanderungen, die meiste an Bushaltestellen beginnen und enden, sind selten länger als zwölf Kilometer. Kraxeleien und Klettereinlagen Manche sind Rundtouren und führen wieder zum Ausgangspunkt zurück wie die Wanderungen durch die Bayerischen Voralpen durchs Leitzachtal. Da sind auch kleine Kraxeleien mit drin, schließlich ist man in den Bergen – und da können zehn Wanderkilometer schon mal vier Stunden und länger dauern. Mit Klettereinlagen muss man auch in der Sächsischen Schweiz rechnen – in der Wilden Hölle des…

Oh, wie schön ist dieses Land!
Reisebücher , Rezensionen / 21. Juli 2026

Nein, diese „Foto Eskapaden in Deutschland“ sind kein Fotobuch für Selfie-Enthusiasten. Es geht nicht darum, nicht selbst so vorteilhaft wie möglich ins Bild zu setzen. Biggi Bauer und Florian Manuel Westermann wollen dazu ermuntern, die oft unerwartete  Schönheit dieses Landes mit dem Handy oder dem Fotoapparat zu erkunden. Die viel diskutierte Künstliche Intelligenz bleibt dabei außen vor. Kreuz und quer durch Deutschland Die PhotoTravellers waren für das Buch kreuz und quer durch Deutschland unterwegs – am Meer ebenso wie in den Bergen. Sie haben Felsenlandschaften und Schluchten erkundet, das Wattenmeer und die Heide, Fachwerkstädtchen und Metropolen. Immer unter dem Gesichtspunkt, das Gesehene in besonders eindrucksvollen Fotografien festzuhalten. Tipps für die Highlights Wer es ihnen gleichtun will, kann die Tourbeschreibungen nutzen, die zu den abgebildeten Sehenswürdigkeiten führen.Die Fotografen sparen auch nicht mit Tipps, wie sich die Highlights am besten in Szene setzen lassen – durch neue Perspektiven, unterschiedliche Belichtungen, durch Spiegelungen und den Blick für Details. Wer außergewöhnliche Motive fotografieren will, muss nicht nur darauf achten, wo die Sonne steht, es gilt auch, Tagesrandzeiten zu nutzen wie die blaue Stunde in der Dämmerung. Das Motiv im Fokus Die 30 Foto Eskapaden sollen gewiss nicht dazu führen, dass Fotografen und Fotografinnen sich…

Im Zickzack durch Europa
Allgemein , Reisebücher , Rezensionen / 24. Februar 2026

„Wo Züge sind, da sind auch (meistens) Geschichten“, scheibt Tom Chesshyre in seinem Reisebericht „Bummelzug nach Istanbul“. Diese Geschichten waren mit ein Grund dafür, dass der Journalist mit Freund Danny per Interrail durch Europa fuhr – auf den Spuren des berühmten Orient-Express. Allerdings nicht auf die luxuriöse Tour, sondern „auf eine Art und Weise, die signifikant weniger angeberisch war (und deutlich preiswerter)“. Jeder Tag ein Anfang Der Freund ist für zwei Wochen mit von der Partie, den Rückweg von Istanbul tritt Tom Chesshyre allein an. Im Buch zeichnet er die Reise minutiös nach, erzählt alte Geschichten aus dem Orient-Express, der nicht nur Agatha Christie zu Krimis inspiriert hat, sondern auch Graham Greene. Und natürlich erleben die beiden „mittelalten Männer“ bei ihrer Tour d‘Europe auch neue Geschichten. „Es ist, als würde man jeden Tag eine neue Seite aufschlagen“, stellt Freund Danny fest: „Jeder Tag ist wie ein neuer Anfang.“ Fremde Europäische Union Über Nürnberg, das den beiden Reisenden wegen der NS-Geschichte vor allem „bizarr“ erscheint, und Wien geht es weiter in den Osten des Kontinents. Dabei stolpern sie auch noch über die Kulturhauptstadt des Jahres 2023, Timisoara. Vor allem aber wundern sie sich, wie anders als im Westen es hier überall…

Inselträume mit Odysseus
Reisebücher , Rezensionen / 28. Januar 2026

Oft sind Reisen eine Flucht aus dem Alltag. Das gilt auch für Laura Coffey. In ihrem Buch „Odysseus und ich“ beschreibt die Journalistin ihre Reisen auf den Spuren des „listenreichen“ Helden, die ihr dabei halfen, die Unbilden ihres traurigen Alltags hinter sich zu lassen. Der Vater krebskrank, der Geliebte eine Enttäuschung, dazu noch Corona und das Gefühl des Eingesperrtseins. Das Epos als Reiseführer Laura Coffey versucht, der deprimierenden Realität in ihrer Heimat Großbritannien zu entfliehen – in sonnigere Gefilde und mit einer Ausgabe der Odyssee. Das Buch wird für sie zum Reiseführer durch die Inselwelt des Mittelmeers und durch ihre Gefühlswelt. Wobei die Autorin sich einige Freiheiten herausnimmt, was die Inseln der Odyssee angeht. Sie hält sich dabei an die englische Übersetzung von Emily Wilson, die ihrerseits wenig Interesse zeigte, die „Welt des Epos auf der realen Landkarte zu verorten“. Helden und Mythen So kommt es, dass Laura Coffey mehr in italienischen Gewässern unterwegs ist als in griechischen. Sie bereist Sizilien und die liparischen Inseln und bezieht sich dabei immer wieder auf die griechische Götter- und Sagenwelt. „Mythen schaffen Sinn, zeigen uns, wie wir uns zurechtfinden wenn wir verloren und allein sind und überhaupt nicht mutig fühlen. Sie geben uns…

Rätselreise durch Raum und Zeit
Reisebücher , Rezensionen / 22. Dezember 2025

Da hat sich DuMont was Feines für die freien Tage über Weihnachten einfallen lassen: Fantastische Rätselreisen – Geschichten, Sudokos, Bilder- und Texträtsel, Quizfragen, Logeleien. Mit dem „Intergalaktischen Reisebüro“ geht‘s durch Raum und Zeit, zum Mond und wieder zurück. Und am Ende womöglich in eine Weltraum-Zukunft. Knifflige Aufgaben Über 200 Rätsel laden Freunde von Sputnik, Star Wars und Science Fiction dazu ein, ihre Kenntnisse zu Quantenphysik, Schwerkraft und Weltraum-Pionieren zu testen. Das kann ganz schön knifflig werden. Um Texte zu decodieren, aus einem Buchstabensalat Wörter zu formen oder um den Weg durch ein Labyrinth zu finden, braucht es Köpfchen, viel Allgemeinwissen und – hin und wieder – auch den Griff nach den Lösungen im hinteren Buchteil. Wie wär’s mit Klingonisch? Vielleicht hilft es aber auch, zusammen zu knobeln und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Auf der Reise durchs All begegnet man alten Bekannten wie Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“), der Hündin Laika und Schrödingers Katze, ET und anderen Aliens, entdeckt neue Galaxien und alte Filme. Wer mag, kann sogar ein paar Brocken Klingonisch lernen. WA` heißt demnach „Gute Reise“ und die kann man allen wünschen, die sich über das Intergalaktische Reisebüro auf die  fantastische Rätselreise durchs Universum begeben. Info …

Auch Unnützes Reisewissen nützt
Reisebücher , Rezensionen / 31. Oktober 2025

Muss man wirklich wissen, dass im japanischen Osaka eine Autobahn durchs Hochhaus fährt, dass die höchste Toilette Europas auf dem Mont Blanc steht oder dass es in Italien 300 Nudelsorten gibt? Muss man nicht, kann aber Spaß machen. Mit dem Slogan „Das Buch, das keiner braucht. Und alle haben sollten.“ wirbt DuMont für die neue Reihe Unnützes Reisewissen. Drei Bände (Italien, Frankreich und Japan) sind schon erschienen mit jeweils über 100 kuriosen Fakten und Geschichten. Mythencheck und Quiz Wobei die Bücher unterschiedlich gestaltet sind. Sie beginnen zwar alle mit den Hotspots des Unnützen Reisewissens und enden mit einem Mythencheck sowie der Aufklärung zu ein paar Quizfragen. Aber jeder Band hat einen ganz eigenen Charakter. Das zeigt sich nicht nur an den witzigen Illustrationen, sondern auch darin, wie die Kuriositäten präsentiert werden. Oder was wo als Kuriosität gilt. Stinkender Sonnenkönig Dass Frauen in Frankreich erst seit 2013 offiziell Hosen tragen dürfen, ahnt wohl kaum jemand. Auch das der berühmte Sonnenkönig zum Himmel stank, weil er angeblich nur zweimal in seinem Leben gebadet hat, ist schon ziemlich seltsam. Und wer weiß schon, dass sechs französische Bürgermeister über Orte ohne Einwohner, die „Communes mortes“, regieren? Findiger Haudegen Pinocchio kennen wohl alle Italiener. Aber…

Märchenhafte Eskapaden
Reisebücher , Rezensionen / 12. August 2025

Die Deutsche Märchenstraße lädt seit einem halben Jahrhundert dazu ein, auf den Spuren der Gebrüder Grimm märchenhafte Orte zu entdecken. 600 Kilometer lang ist die zauberhafte Route durch malerische Fachwerkstädtchen und sagenhafte Wälder. Silke Kuri lädt mit 52 kleinen und großen Eskapaden zu einer Entdeckungsreise auf der Deutschen Märchenstraße – vom Denkmal der Gebrüder Grimm in ihrer Geburtstadt Hanau bis nach Bremen und den Bremer Stadtmusikanten. Märchen multimedial Schon am Startpunkt in Hanau kann man im Brüder-Grimm-Mitmach-Museum auf eine multimediale Reise durch sieben Märchen gehen oder jetzt im Sommer die Brüder-Grimm-Festspiele besuchen. Und im Märchenhaus von Alsfeld kann man in jedem Zimmer ein anderes Märchen sehen – und hören. Die Märchenerzählerinnen Die beiden Grimms haben sich die Märchen nicht selbst ausgedacht, sie haben sich die meisten erzählen lassen. Marie von Dalwigk etwa war eine der Märchenerzählerinnen. Ihre Geschichte „Die Wassernixe“ kann man spiegelverkehrt auf der Wasseroberfläche des Brunnen san der Märchenwache in Schauenburg lesen. Noch mehr Märchen hat Dorothea Viehmann erzählt, unter anderem das Märchen vom Froschkönig. Im Dorothea-Viehmann-Park in Oberzwehren sind jede Menge bekannter Märchenfiguren versammelt. Das gilt auch fürs „Frau-Holle-Land“ in Hessisch-Lichtenau, wo Kunstinstallationen das Märchen von der Gold- und der Pechmarie in Szene setzen. Ritter Rost und…

Entdeckungen in der Eifel
Reisebücher , Rezensionen / 16. Juli 2024

Barbara Riedel und Esther Schirrmacher sind auf der ganzen Welt unterwegs, aber sie erkunden auch gern ihre Heimat Deutschland – am liebsten im Schlendermodus. Dazu passt das Buch „Wanderzeit in der Eifel“, in dem die beiden 20 „herrlich entspannte Touren“ präsentieren. Alle vom ersten bis zum letzten Kilometer ausführlich beschrieben und ebenso bebildert. Und für die genauere Orientierung gibt‘s immer eine Karte. Einkehr mit Aussicht Was natürlich auch nicht zu kurz kommen darf bei den entspannten Wanderungen ist der Genuss. Das Wort Einkehr wird hier aber auch in seiner anderen Bedeutung verstanden, Einkehr halten etwa in einer Kirche, an einem Kraftplatz, an einer besonders schönen Aussicht. Und davon gibt es in der Eifel genug. Etwa von der Teufelskanzlei in der Vulkaneifel oder vom Adolf-Dronke-Turm auf dem Mäuseberg über dem Gemündener Maar. Mofetten und Maare Hier weisen die beiden Autorinnen auch noch auf eine Besonderheit hin: Mofetten oder Fumarole, sprudelnde Quellen dank CO2. Denn wie der Name verspricht: Die Vulkaneifel ist vulkanischen Ursprungs. Davon zeugen nicht nur die Mofetten, auch die Maare gehen auf eine bewegte Erdgeschichte zurück. Der kommt man natürlich am besten bei einer Wanderung um die Dauner Maare näher. Schiefergruben und Burgenromantik Noch eine Besonderheit sind die Schiefergruben…

Meditatives Strandsammeln
Reisebücher , Rezensionen / 25. März 2024

Die Strandsammlerin ist Sally Huband und so heißt auch ihr Buch, in dem sie über ihr Leben auf den Shetland-Inseln erzählt. Nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer zwei Kinder hat Sally nach einem neuen Lebensinhalt gesucht. Die Arbeit bei einer Naturschutzbehörde hatte sie aufgeben müssen. Aber nur Mutter zu sein befriedigte die engagierte Naturschützerin und überzeugte Feministin nicht. Eine dicke Schicht Plastikmüll So entdeckt sie das „Beachcombing“, das Strandsammeln. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Strände zu sammeln, also zu besuchen, sondern darum, was man an den Stränden findet. Vor allem Plastik, das muss auch Sally erkennen: „Ein Ende des Strandes war mit einer dicken Schicht von angespültem Plastikmüll bedeckt“, schreibt sie: „Ich fand das abstoßend, aber Martin marschierte direkt auf den Müll zu und bückte sich, um einen gebogenen Plastikstreifen aufzuheben, auf den ein Code gedruckt war – damit wurden Hummerfallen aus Neufundland oder Labrador gekennzeichnet, wie er mir erklärte.“ Martin Heubeck koordinierte die Registrierung der gestrandeten toten Vögel, die meist an Plastik elendiglich zugrunde gingen – und Sally findet eine neue Aufgabe. Die sagenhafte Seebohne Doch an den Stränden entdeckt sie nicht nur Unmengen von Plastik, sondern auch Schätze aus der Natur wie Treibsamen. Sally, die…